Als Spurs Fan, so wie ich selbst, musste man in letzter Zeit einiges über sich ergehen lassen. Es scheint Jahrhunderte lang her, als Tottenham 2019 unter Coach Mauricio Pochettino in das Finale der Champions League einzog. Harry Kane, Heung-Min Son, Christian Eriksen und Dele Alli zählten zu den Akteuren, die damals ein hitziges Finale gegen Liverpool bestritten. Etliche verpasste Transferchancen und zahlreiche Missglückte Trainerversuche später, konnte sich der Verein dieses Jahr gerade noch in der Liga halten. Der italienische Coach Roberto de Zerbi übernahm den Hauptstadtklub nur wenige Spieltage vor Ende der Saison und sicherte am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Kleiner Fun-Fact am Rande: Tottenham hatte diese Saison gleich viele Liga-Heimsiege, wie Trainer. Vor de Zerbi scheiterten Igor Tudor und Thomas Frank kläglich. Der Europa League Triumph 2025 ist auch bereits in weite Ferne gerutscht.
Umbruchsphase für die Spurs
Auch die Lewis Family, Besitzer des Kultklubs, nahmen sich in einem offiziellen Statement kein Blatt vor den Mund. Die Leistung in dieser Saison sei unannehmbar, so die Klubinhaber. Sie entschuldigten sich bei den, trotz der katastrophalen Auftritten treu gebliebenen Fans und kündigten an, ihren Worten Taten folgen zu lassen und einen großen Kaderumbruch vorzunehmen. Auch de Zerbi deutete an, nur eine Handvoll Spieler der heurigen Saison zu behalten um Platz für neues Personal zu schaffen. Laut de Zerbis Aussagen dürfte Österreich-Legionär Kevin Danso jedoch beim Verein bleiben.
Arsenal-Niederlage linderte die Schmerzen
Zumindest einen Lichtblick bekamen die Spurs-Fans noch. Im diesjährigen Finale der Champions League verbuchten die ewigen Erzfeinde Arsenal eine herbe Niederlage gegen Paris Saint-Germain, welche das zweite Jahr in Folge in der Königsklasse siegten. Schon im Vorfeld sprachen viele Tottenham Fans und Spurs Legenden, wie z.B. Teddy Sheringham, Glenn Hoodle und Jamie O‘Hara ihre Unterstützung für die Pariser aus. Am Ende einer turbulenten Saison, konnten die Spurs-Anhänger jedenfalls noch ein Mal jubeln. Wenn auch auf Kosten der Anderen.
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