Bereits im November habe ich über Lilli Tagger ein Sporthighlight verfasst. Damals bestritt das Tennistalent ihr erstes WTA-250-Turnier und zog ins Finale ein. Seitdem ging es für die Osttirolerin nur weiter nach oben. In der vergangenen Woche gewann sie in Prag ihr erstes WTA-250-Turnier. Für Österreich ist dies der 25. WTA-Pokal im Frauentennis. Außerdem ist Tagger die zehnte und zweitjüngste ÖTV-Spielerin, die ein Turnier auf der WTA-Tour für sich entscheiden konnte.
Aufholjagd im Finale
Im Turnierverlauf war Tagger bis zum Halbfinale immer überlegen. Erst gegen die aktuelle Nummer 25, Barbora Krejcikova wurde es knapp. Den ersten Satz gewann die Tschechin im Tiebreak zwar für sich, allerdings holte Lilli Tagger auf und gewann die letzten beiden Sätze. Auch im Finale wurde es eng. Gegen Daria Snigur tat sich die Osttirolerin im ersten Satz schwer und lag zwischenzeitlich mit 2:5 hinten. Doch Tagger ließ sich nicht beirren und gewann den ersten Satz im Tiebreak und im zweiten Satz gelang ihr ein klarer 6:2-Sieg. Nun ist sie als 45. erstmalig unter den Top 50 der Welt.
„Ich muss sagen, am Anfang war ich schon ein bisschen – um nicht zu sagen ziemlich – nervös und habe mir ein bisschen schwergetan, ins Match hineinzufinden. Sie hat natürlich einen Spielstyle, den nicht jede hat, und deswegen habe ich mir ein bisschen schwergetan. Aber ganz ehrlich: Ich kann das kaum glauben, dass ich es jetzt zum Schluss dann wirklich gewonnen habe. Finale spielt man nicht jeden Tag. Es ist mir sehr viel daran gelegen, dass ich das Match und das Turnier gewinne“, erzählte die Lienzerin nach dem Finale.
Asse werden zum Schlüssel
Bei meinem letzten Artikel über Tagger erwähnte ich ihre besonders starke einhändige Rückhand. Diese hat sie bei ihrem ehemaligen Trainer Mark Carruthers gelernt und bei ihrer jetzigen Trainerin Francesca Schiavone optimiert. Auffällig war aber auch der Aufschlag von Tagger. In den fünf Turnierspielen schlug sie 31 Asse. Davon waren zwölf im Halbfinale und neun im Finale. Zu den Assen zählen allerdings nur die Aufschläge, bei denen die Gegnerin den Ball nicht berührt hat. Es gab auch noch unzählige Aufschläge von Tagger, die für die Gegnerin unmöglich zu retournieren waren.
Tagger reist in die USA, Sturm Graz nach Istanbul: Die Highlights der kommenden Woche
Für Tagger geht es nun rasch weiter. Schon vergangenen Freitag ist sie in die USA geflogen, um die Qualifikation für die US Open zu spielen. „Danach geht es weiter nach Mexiko zum 500er-Turnier in Monterrey, dann folgen ja schon die US Open", meinte Tagger über ihre Turnierpläne.
Im Fußball startet nun langsam wieder der Spielbetrieb. Manche österreichischen Klubs müssen sich unter der Woche in internationalen Wettbewerben beweisen. Am Mittwoch spielt Sturm Graz auswärts gegen Fenerbahce Istanbul. Dort sehe ich die Türken als Favorit. Deutlich leichter haben es Salzburg und Rapid Wien in der Europa-League- und Conference-League-Quali. Die Bullen spielen am Donnerstag zuhause gegen Pafos FC und Rapid muss auswärts gegen Linnameeskond ran. Beide österreichischen Mannschaften sollten dort eine Runde weiterkommen.
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