Vor ein paar Wochen habe ich die Matura bestanden. Eigentlich hatte ich mich die ganze Zeit darauf gefreut. Die letzten Monate waren geprägt von Prüfungen, Abgaben und dem Gedanken, dass die Matura immer näher rückt. Ich dachte, dass nach der Matura einfach Erleichterung da sein würde. Und die war auch da. Aber nicht nur.
Was mir zuerst aufgefallen ist, war der nachlassende Druck. Über Jahre hinweg gab es immer etwas zu erledigen. Hausübungen, Tests, Schularbeiten oder Projekte. Selbst am Wochenende hatte ich oft das Gefühl, dass ich eigentlich noch etwas für die Schule machen sollte. Nach der Matura war das plötzlich weg. Anfangs war das angenehm, aber nach ein paar Tagen auch irgendwie ungewohnt. Es fühlte sich fast komisch an, nichts mehr im Hinterkopf zu haben.
Das ungewohnte Gefühl ohne Schule
Eine zweite Beobachtung war das Gefühl, keine Schule mehr zu haben. Das klingt eigentlich selbstverständlich, schließlich arbeiten wir jahrelang auf diesen Abschluss hin. Trotzdem erwische ich mich manchmal dabei, wie ich an einen Montag denke und kurz glaube, dass ich wieder in die Schule muss. Erst danach fällt mir ein, dass dieser Abschnitt vorbei ist. Ein Ort, den ich fast jeden Tag besucht habe, spielt plötzlich keine Rolle mehr in meinem Alltag. Das ist ein seltsames Gefühl.
Was kommt als Nächstes?
Seitdem beschäftigen mich auch immer öfter Gedanken über die Zukunft. Während der Schulzeit war der nächste Schritt meistens klar. Nach den Ferien begann das nächste Schuljahr und alles ging weiter wie gewohnt. Jetzt gibt es keinen vorgegebenen Weg mehr. Studium, Arbeit, Reisen oder etwas ganz anderes, plötzlich muss ich selbst entscheiden, wie es weitergeht. Das ist einerseits spannend, andererseits aber auch ein bisschen beängstigend.
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