Jetzt aber mal wirklich, Justin Bieber ist einfach overrated. Meiner Meinung nach. Keine Frage, er hat eine beeindruckende Karriere hingelegt. Mit „Baby“ ist er 2010 als Teenager-Sensation durchgestartet, wurde von Usher entdeckt, und plötzlich kannten ihn wirklich alle. Später kamen dann Hits wie „Sorry“, „Love Yourself“ oder „Peaches“. Er hat unzählige Preise abgeräumt, darunter Grammys, Billboard Awards und viele Nummer-1-Hits weltweit. Auf Social Media ist er seit Jahren eine feste Größe und auch seine Fanbase, die sogenannten „Beliebers“, ist extrem loyal.
Wo bleibt die Kreativität?
Aber wenn ich ehrlich bin haut mich Bieber musikalisch schon lange nicht mehr um. Seine Songs sind oft extrem glattgebügelt, auf Radiofreundlichkeit abgestimmt, sodass sie zwar im Ohr bleiben, aber selten Tiefe haben. Wenn man die mit seinen alten Hits und Liedern vergleicht, würde man sich schon fast wundern, was aus ihm geworden ist. Gerade in den letzten Jahren wirkt’s so, als würde er immer wieder dasselbe zusammenmischen. Ein wenig RnB zusammen mit Basic-Pop-Elementen, dazu Features mit anderen Rappern und fertig ist der nächste Erfolg. Es funktioniert, hat aber wirklich nichts Neues oder Überraschendes.
Ich verstehe einfach nicht, wie man als Musiker nicht kreativ bleiben kann und glaube, dass man Neues immer wieder ausprobieren sollte. Klar sollte ein Musiker den eigenen Stil auch beibehalten dürfen, aber immer nur sehr ähnliche Lieder produzieren, nur weil sie Geld bringen, finde ich nicht korrekt. Dabei muss man dazusagen, dass er in dieser Hinsicht ganz sicher kein Einzelfall ist, viele Musiker und Musikerinnen heutzutage nehmen diesen Pfad.
Wie geht's aber weiter?
Seine Zukunft? Der Mann ist erst Anfang 30 und hat schon mehr erreicht als andere in einem ganzen Leben. Solange er weiter Alben und Lieder herausbringt, wird er auch Erfolg haben, da seine Fanbase einfach zu groß ist. Aber wenn er nicht irgendwann musikalisch ein Risiko eingeht oder ein Album liefert, das anders ist, wird seine Beliebtheit irgendwann der Vergangenheit angehören.
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