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Drei Viertel der Jugendlichen stehen auf Markenmode. Warum es uns so wichtig ist, gut auszusehen

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Volontärin · HLA Baden
22.01.2026
2 Min.

Mode ist mehr als nur Kleidung. Für viele junge Menschen ist sie Ausdruck ihrer Persönlichkeit, ihrer Zugehörigkeit und ihres Selbstbildes. Vor allem Markenware boomt. Kann ein Outfit wirklich bestimmen, wie andere uns wahrnehmen und wie wir uns selbst fühlen?

Junge Menschen legen großen Wert auf ihre Kleidung. (Foto: pexels/pixabay)

Fast drei Viertel der 15- bis 18-Jährigen achten bei Mode auf Markenprodukte. Diese Ergebnisse stammen aus der Studie „Flexkultur in Deutschland“, für die im August 2022 insgesamt 3.000 junge Menschen im Alter von 15 bis 30 Jahren in Deutschland online befragt wurden. Die Zahlen für Österreich dürften Expertenmeinungen zufolge ähnlich hoch sein und verdeutlichen, welche wichtige Rolle Kleidung im Leben junger Menschen spielt.

Kleidung erzählt Geschichten

Gerade Jugendliche bewegen sich bei der Wahl ihrer Kleidung meist zwischen dem Wunsch nach Individualität, dem Bedürfnis nach Gruppenzugehörigkeit und ihren finanziellen Grenzen. Kleidung wird zu einem Teil der eigenen Identität, sie erzählt Geschichten über eine Person, noch bevor diese ein Wort sagt.

Für Jugendliche ist Kleidung ein zentrales Kommunikationsmittel. Farben, Schnitte und Marken können zeigen, zu welcher Gruppe man gehört, welche Vorbilder man hat oder welchen Stil man lebt. Gleichzeitig möchten sich viele von anderen abheben und ihre Einzigartigkeit zeigen. Besonders in der Phase des Erwachsenwerdens spielt Mode deshalb eine doppelte Rolle: Sie schafft Zugehörigkeit und ermöglicht gleichzeitig Abgrenzung.

Trends und der Druck

Heute wird Mode stark durch Social Media beeinflusst. Auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder Pinterest begegnet man ständig neuen Trends, die von Influencerinnen und Influencern präsentiert werden. Likes und Follower gelten dabei als Zeichen dafür, was gerade „in“ ist. Viele Jugendliche fühlen sich dadurch unter Druck gesetzt, immer neue Kleidung zu kaufen. Oft geschieht dies nicht aus echtem Interesse, sondern aus dem Wunsch nach Anerkennung oder Zugehörigkeit. Der ständige Vergleich mit anderen verstärkt das Gefühl, dass Mode – und damit häufig auch Geld, eine wichtige Rolle für den eigenen Auftritt spielt.

Geld versus Mode

Mode kostet Geld, und das ist für Jugendliche ein entscheidender Faktor. Viele verfügen nur über ein begrenztes Budget und müssen genau überlegen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Teure Marken oder kurzlebige Trendartikel sind nicht für alle leistbar. Gleichzeitig entwickeln viele Jugendliche kreative Wege, um dennoch modisch zu bleiben. Secondhand-Läden, Flohmärkte oder Kleidertauschpartys sind beliebte Alternativen. Wer bewusst einkauft, kann seinen eigenen Stil ausdrücken, ohne sich vollständig vom Konsumdruck beeinflussen zu lassen.

Für Jugendliche ist Kleidung somit weit mehr als nur etwas zum Anziehen. Sie zeigt, wer man ist, zu welcher Gruppe man gehört und wie man sich ausdrückt. Gleichzeitig wird deutlich, wie eng Aussehen, Konsum und Geld miteinander verknüpft sind. Kleidung bleibt ein wichtiger Weg der Selbstdarstellung, doch immer mehr junge Menschen achten darauf, bewusste Entscheidungen zu treffen und damit nicht nur ihren Stil, sondern auch ihre persönlichen Werte sichtbar zu machen.





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