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Mobbing: Immer mehr Betroffene, und nicht alle Lehrer reagieren mit der gebotenen Dringlichkeit

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Volontärin · College Rookie Team
25.01.2026
2 Min.

Eine Gleichaltrige aus seiner Klasse bedrohte und verfolgte den Schüler Maximilian, manchmal bis zu ihm nach Hause. Andere Mitschüler stießen ihn im Turnsaal um und sollen ihn sogar mit einem Messer bedroht haben. Zum Glück stand ihm seine beste Freundin zur Seite, aber Mobbing kann schreckliche Formen annehmen.

Wenn das Selbstvertrauen verschwindet: Wer von Mobbing betroffen ist, sollte sich Hilfe holen. (Foto: Shutterstock)

Mobbing unter Schülern ist ein ernstes und weltweites Problem, mit dem viele schon Erfahrung sammeln mussten. Es verringert und zerstört das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, auch das Vertrauen in Menschen geht verloren. Menschen erleben es oft in Schulen oder auch bei der Arbeit.

Eine Studie der UNESCO schätzt, dass jährlich etwa 246 Millionen Kinder und Jugendliche davon betroffen sind. Jede dritte Person wird in der heutigen Zeit ausgeschlossen oder gemobbt. Millionen Menschen sind von Cybermobbing betroffen, was jeden fünften Schüler betrifft. Die Selbstmordrate und Selbstverletzungsrate stieg durch dieses Thema erheblich. Der Grund besteht darin, dass der psychische Druck für Betroffene zu hoch wird und sie keinen anderen Ausweg aus dieser Situation finden. Manche wechseln die Schulen oder brechen sie ab, da sie es nicht mehr aushalten können.

Mobbing im Wandel der Zeit

Im Vergleich von früher und heute ist das Problem gewachsen. Damals waren es blöde Gerüchte, Beleidigungen oder Lästereien. Heute ist dieses Thema so vielseitig geworden, dass sogar das eigene Zuhause nicht sicher sein kann.

Auch nach der Schule geht es oft in der Klassengruppe weiter. Früher gab es oft typische, vermeintlich schwächere Opfer. Heute kann Mobbing jeden treffen, unabhängig vom sozialen Umfeld. Was früher oft als Hänseleien verharmlost wurde, ist heute durch den Begriff Mobbing stärker im Problembewusstsein der Gesellschaft verankert. Durch Cybermobbing sind die Angriffe anonym und das Erkennen des Täters ist oft schwerer.

Die vielen Gesichter des Terrors

Es gibt inzwischen viele Arten von Mobbing. Zu erkennen ist es oft an der Isolation, der Demütigung oder dem Verbreiten von Gerüchten. Weitere Anzeichen sind auch das ständige Unterbrechen oder das Nichtgrüßen und das Nichtbeachten. Leider gibt es davon auch eine digitale Form, bei der man sich schwer verteidigen und beschützen kann. In E-Mails, Chatrooms oder über soziale Netzwerke erhalten Viele verletzende Nachrichten zugeschickt, die ihr Selbstwertgefühl erschüttern.

Konfliktscheu auf Kosten der Opfer

Wenn das Mobbing in der Schule überhandnimmt, ist eine schnelle Lösung gefragt. Das Wenden an eine Vertrauensperson ist schon ein schwieriger Schritt, den man wagen muss, um dieses Problem aus dieser Welt zu schaffen. Familienmitglieder wollen aus dieser Situation heraushelfen, aber Lehrkräfte können oft mehr tun.

Allerdings vernachlässigen viele von ihnen dieses Problem, statt es mit der nötigen Dringlichkeit zu behandeln. Oft scheint es den Lehrern gleichgültig zu sein, wie es den Schülern geht, und sie verharmlosen die Situation, um sie zu ignorieren. Manche schreiten nicht ein, um Konflikte mit Eltern oder Schülern zu vermeiden. Wenn sie schließlich doch versuchen zu helfen, ist es meist zu spät, da die Täter jeglichen Respekt vor der Lehrkraft und dem Opfer verloren haben.

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