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Nächstes Jahr darf ich wählen: Warum mich das nicht interessiert

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Volontärin · College Rookie Team
2 Kommentare
31.01.2026
3 Min.

Sie reden über Kleinkram, und nicht einmal da ändert sich am Ende was. Gleichzeitig lernen wir an der Schule Stoff von gestern, der uns im Leben kaum weiter bringt, während niemand etwas gegen den Klimawandel tut, der unsere Zukunft verdüstert. Wieso sollen wir uns für diese langweiligen älteren Männer und Frauen interessieren, egal von welcher Partei sie sind?

Jugendliche an der Wahlurne: Kein Wunder, wenn sie lieber daheim bleiben (Foto: Shutterstock)

"Wir interessieren uns für Politik, aber nicht für Politiker." Das hat vor kurzem eine Schülerin hier auf campus a college geschrieben, und das gilt trotz der Wahlrechtsreform, die nächstes Jahr zehn Jahre alt wird und mit der Österreich als eines von wenigen Ländern das Wahlrecht ab 16 eingeführt hat. Ich bion 15 und darf nächstes Jahr wählen. Auch mich interessiert das kaum. Warum ist das eigentlich so?

Darüber gibt es bisher vor allem Vermutungen: Viele Jugendliche fühlen sich unsicher, weil der Politikunterricht selten konkret zeigt, wie eine Wahl abläuft. Sie misstrauen Parteien, weil die ihre Themen oft am Rand behandeln. Parteien machen ihre Kampagnen ja vor allem für ältere Stammwähler. Viele Erstwähler verlieren den Überblick, weil sie sich durch komplizierte Begriffe und lange Programme kämpfen müssen.

Sinnloses Gerede über Kleinkram

Sie bleiben am Wahltag auch deshalb zu Hause, weil ihnen auch eine Wahlroutine fehlt und ihr Umfeld Wahlen kaum bespricht. Auch ich denke wie so viele andere Jugendliche: Was haben ich mit diesen alten Leuten zu schaffen und was tun sie für mich? Was soll dieses Gerede über Kleinkram, bei dem sowieso nichts herauskommt, während der Klimawandel ungebremst unsere Zukunft verdüstert, wir in einem Bildungssystem vegitieren, das uns KI verbietet statt vorlebt und in dem wir vor allem sinnlosen Stoff lernen?

Grundsätzlich darf man ab 16 an folgenden Wahlen teilhaben: Nationalratswahl, Bundespräsidentenwahl, Europawahl, sowie Landtags- und Gemeinderatswahlen. Ab diesem Alter besitzen wir die Mitbestimmung über die Abgeordneten im Parlament. Zu der Wahl des Staatsoberhauptes oder Entscheidungen im Bundesland und Heimatgemeinde darf man eine Stimme abgeben.

Was sind die Voraussetzungen?

Natürlich gibt es wie bei jeder Sache bestimmte Voraussetzungen, um wählen zu dürfen. Es dürfen oft Bürger, die ihrem Wohnsitz in Österreich haben zu Gemeinderatswahlen und der EU-Wahl gehen. Dafür muss jedoch die österreichische Staatsbürgerschaft vorhanden sein. Bei jeder Wahl wird man immer in einem Buch verfasst.

Auch wenn Straftaten vorhanden sind, hat es keinen Einfluss auf das Wahlrecht. Im Gesetz steht geschrieben, dass jede Person ab einem bestimmten Alter wählen gehen darf, egal ob die Person eine schlechte Vergangenheit im Gefängnis mitbringt. Dennoch gibt es Voraussetzungen für dieses Gesetz. Von einer Verurteilung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von mehr als 5 Jahren wird das Wahlrecht endgültig einer Person entzogen.

Der Stichtag: Das Fundament jeder Wahl

Der Stichtag einer Wahl ist besonders entscheidend. Dieser Tag ist ein zentraler Zeitpunkt vor einer Wahl, an dem wichtige Voraussetzungen für das Wahlrecht geprüft und eingetragen werden. Er liegt üblicherweise einige Wochen vor dem eigentlichen Wahltag. Der Hauptwohnsitz entscheidet darüber, in welcher Gemeinde die Person im Wählerverzeichnis steht und wo sie wahlberechtigt ist. Wenn eine Person nach dem Stichtag umzieht, bleibt sie für diese Wahl trotzdem in deiner alten Gemeinde wahlberechtigt und musst dort oft per Briefwahl wählen. Der genaue Stichtag für eine anstehende Wahl findest man jeweils in der offiziellen Wahlausschreibung der Gemeinde oder des Bundes.

Wählen ab 16?

Eine Wahlberechtigung ist kein Geschenk, sondern ein wichtiger Teil dieser Welt.Jedoch lässt die Idee ab 16 zu wählen viele Wünsche offen. Diese Idee verschlechterte sich seit 2007 enorm.Früher war die Jugend deutlich reifer als im Jahr 2026. Heutzutage sind die 16-jährigen nicht in der richtigen Lage solche wichtigen Entscheidungen zu treffen. In den Schulen gewinnen die Schüler fast kein Allgemeinwissen, was das politische Thema angeht. Die meisten wissen sogar nicht, wer der Bundespräsident oder Bundeskanzler sind. Das ist eine traurige Tatsache, aber leider ist sie Realität.

In diesem Alter befindet man sich voll in der Pubertät. Andere Themen wie die Schule oder Lehre sind deutlich wichtiger. Die Köpfe drehen sich mit 16 kaum um Politik, sondern um das andere Geschlecht, Freunde, feiern sowie Konsum und Social Media. Meiner Ansicht nach sollten wir das Wahlrecht mit 16 auflösen. Da die meisten sowieso nicht in diesem Alter wählen gehen und keine Ahnung haben, wen sie überhaupt wählen sollen. Die Wahlrecht sollte eher im späteren Alter erfolgen.





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Kommentare

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    vor 1 Woche Anja Pill
    Aber sollten wir dann nicht vielleicht den Schulunterricht verändern und das Interesse an Politik steigern? Denn mal ganz ehrlich, wenn unsere Welt zugrunde geht, will ich nicht tatenlos zuschauen müssen
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      vor 1 Woche Felicia Tomitz
      Da stimme ich dir voll zu. Politik ist wichtig für unser Zusammenleben und eine der Möglichkeiten zumindest ein bisschen zur Besserung beizutragen und etwas zu tun.