Seit ich 14 bin, hat sich bei mir im Fußball vieles verändert. Heute reicht es nicht mehr, nur zum Training zu kommen. Ich muss schneller werden, kräftiger sein und eine gute Ausdauer haben. Für die Sommerferien habe ich sogar einen Trainingsplan bekommen. Darin steht genau, wann ich laufen soll, welche Kraftübungen ich machen muss und worauf ich bei meiner Ernährung achten soll. Früher hätte ich nie gedacht, dass Fußball auch außerhalb des Trainings so viel Disziplin verlangt.
Auch meine Trainer achten auf alle Details. Sie geben sofort Rückmeldungen und zeigen, was ich verbessern kann. Jeder Pass, jeder Zweikampf und jede Entscheidung auf dem Platz sind wichtig. Das ist manchmal anstrengend, weil jeder zeigen möchte, dass er gut genug für die Mannschaft ist. Gleichzeitig hilft mir diese Kritik dabei, mich weiterzuentwickeln.
Mir ist klar geworden, dass Fußball nicht nur aus Training und Spielen besteht. Es geht auch darum, genug zu schlafen, gesund zu essen und auch an den Tagen zu trainieren, an denen kein Mannschaftstraining stattfindet. Nur wenn man auch neben dem Platz an sich arbeitet, kann man sich wirklich weiterentwickeln.
Ein Moment, der mir gezeigt hat, dass sich die Arbeit lohnt
Ein Erlebnis werde ich nicht vergessen. Früher habe ich Sprintduelle gegen einen Mitspieler fast immer verloren. Ich war einfach zu langsam. Seit ich mich aber an meinen Trainingsplan halte, regelmäßig laufe und Kraftübungen mache, ist das anders. Vor Kurzem hatten wir wieder ein Sprintduell – und diesmal war ich schneller als er. In diesem Moment habe ich gemerkt, dass sich die zusätzliche Arbeit wirklich auszahlt.
Ein weiteres Spiel ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Wir haben gegen die DSM Hartberg Academy gespielt. Ich musste für kurze Zeit in der Verteidigung aushelfen. Ein Gegenspieler kam im Eins-gegen-eins direkt auf mich zu. Ich konnte meinen Körper gut einsetzen, den Zweikampf gewinnen und ihm den Ball fair abnehmen. Früher hätte ich mich das wahrscheinlich nicht getraut. Obwohl ich nicht der Größte bin, habe ich gemerkt, dass ich durch das Krafttraining deutlich stabiler geworden bin und auch gegen körperlich stärkere Gegner bestehen kann. Das hat mir viel Selbstvertrauen gegeben.
Was ich daraus gelernt habe
Manchmal vermisse ich die Zeit, in der Fußball einfach nur Spaß war und ich mir um nichts Gedanken machen musste. Trotzdem gehört diese Entwicklung dazu. Je älter man wird, desto mehr Verantwortung muss man übernehmen. Fußball macht mir heute genauso viel Spaß wie früher. Der Unterschied ist, dass ich jetzt weiß: Talent allein reicht nicht. Wer seine Ziele erreichen will, muss bereit sein, auch außerhalb des Trainings konsequent an sich zu arbeiten. Genau das motiviert mich jeden Tag, weiter besser zu werden.
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