Die Online-Spiele- und Unterhaltungsplattform Roblox hat einen jährlichen Umsatz von rund 3,6 Milliarden US-Dollar, 144 bis 151 Millionen Nutzer sind täglich online. Sie ist besonders beliebt bei Kindern und Jugendlichen.
In den USA wurde allerdings eine Sammelklage gegen die Milliarden-Plattform erhoben, und dies nicht zum ersten Mal. Die Vorwürfe lauten, dass Roblox die Nutzer, besonders Kinder, nicht genug schütze. In den USA gab es schon einige Fälle, in denen sich Erwachsene als Kinder ausgaben und über Roblox Minderjährige kontaktierten, die sie im Nachhinein trafen. Das wurde besonders bei Sexualstraftätern gefährlich.
In einem der jüngsten abgeschlossenen Verfahren wurde ein Mann aus Silver Spring (Maryland, USA) zu 50 Jahren Haft verurteilt.
Der Täter nutzte über Jahre hinweg Plattformen wie Roblox, Discord und Snapchat, um gezielt minderjährige Mädchen (teils erst 5 Jahre alt) anzusprechen. Er erschlich sich ihr Vertrauen (Grooming genannt) und zwang sie später durch Erpressung ("Sextortion"), explizite Fotos und Videos von sich zu senden oder sexuelle Handlungen vor der Kamera vorzunehmen. Betroffen waren über 100 Opfer weltweit, darunter viele aus den USA.
Roblox reagiert
Als Antwort führte Roblox ein neuartiges Alterserkennungssystem ein, das mithilfe von KI versucht, das Alter anhand des Gesichts zu schätzen. Influencer haben allerdings schon Anleitungen öffentlich gemacht, wie die Alterserkennung umgangen werden kann.
Die US-Bundesstaaten Louisiana und Florida haben Roblox mehrmals verklagt, da das Spiel Cybermobbing fördern soll und die Spielwährung Robux manipulativ eingesetzt worden sei. Wer die Klage gewinnt, ist unklar. Es bleibt spannend.
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