Wann hast du eigentlich angefangen zu lernen?
Michael: Ehrlich? Viel zu spät (lacht). So richtig intensiv erst etwa vier Wochen vor den Prüfungen. Davor habe ich zwar im Unterricht aufgepasst und ab und zu wiederholt, aber dieses „Jetzt wird’s ernst“-Gefühl kam erst kurz vorher.
Wie viele Stunden lernst du täglich und wo am liebsten?
Michael: Im Schnitt vielleicht drei bis fünf Stunden am Tag. An guten Tagen mehr, an schlechten deutlich weniger. Am liebsten lerne ich zuhause an meinem Schreibtisch, mit Musik im Hintergrund. Die Bibliothek habe ich probiert, aber dort fühle ich mich irgendwie beobachtet.
Hast du einen fixen Plan oder läuft das eher spontan?
Michael: Ich hatte einen Plan … der hat genau zwei Tage gehalten. Jetzt ist es eher eine Mischung: Ich setze mir jeden Tag kleine Ziele, bleibe aber flexibel, wenn ich merke, dass ich länger für ein Thema brauche.
Wie würdest du deinen Stresslevel beschreiben?
Michael: Schwankend. Manchmal denke ich mir: „Das schaffe ich locker.“ Und ein paar Stunden später: „Ich werde alles vergessen!“ Insgesamt schon eher hoch, aber nicht durchgehend Panik.
Beeinflusst die Matura deinen Alltag, dein Sozialleben oder deinen Schlaf?
Michael: Total. Ich treffe meine Freunde weniger, sage öfter ab und gehe später schlafen. Mein Kopf hört einfach nicht auf, selbst im Bett denke ich noch an Formeln oder Texte.
Welches Fach macht dir am meisten zu schaffen?
Michael: Mathe. Definitiv. Wenn ich nicht weiterkomme, schaue ich mir Erklärvideos an oder schreibe Freunden. Manchmal hilft auch einfach eine Pause und plötzlich verstehe ich es danach doch.
War die Matura so, wie du sie dir vorgestellt hast?
Michael: Ziemlich gemischt, ehrlich gesagt. Die Deutsch-Matura ist jetzt vorbei und ich war währenddessen weniger nervös als gedacht, aber danach kamen sofort die Zweifel. Ich bin froh, dass ich es hinter mir habe, aber ich weiß nicht genau, wie gut es wirklich war. Dieses Gefühl ist irgendwie komisch. Einerseits Erleichterung, andererseits Unsicherheit. Und jetzt, wo die nächsten Prüfungen diese Woche anstehen, ist der Stress wieder voll da. Es fühlt sich gerade so an, als wäre man mittendrin und kann noch nicht richtig durchatmen.
Was würdest du Schülern raten, die nächstes Jahr dran sind?
Michael: Fangt früher an, wirklich! Und macht euch keinen perfekten Plan, sondern einen realistischen. Und: Vergleicht euch nicht zu sehr mit anderen.
Was hält dich motiviert, wenn es zäh wird?
Michael: Der Gedanke, dass danach alles vorbei ist. Dieses Gefühl von Freiheit … das zieht mich durch.
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