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Meine Oma als Vorbild im Umgang mit Geld

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Volontär · HtbluVA Villach
04.03.2026
2 Min.

Geld begleitet uns jeden Tag. Wie wir damit umgehen, lernen wir aber selten aus Büchern oder in der Schule, sondern von Menschen in unserem Umfeld. In meinem Fall war es meine Oma, die mir ganz ohne große Worte gezeigt hat, wie man verantwortungsvoll mit Geld umgeht.

Wie meine Oma mich dazu gebracht hat, meinen Blick auf Geld zu verändern (Foto: pexels)

Mein Vorbild im Umgang mit Geld ist meine Großmutter. Sie war nie reich, kam aber immer gut zurecht. Für sie bedeutete Geld keinen Stress, sondern etwas, das man verantwortungsvoll behandelt. Diese Haltung hat mich geprägt.

Eine Szene ist mir besonders im Kopf geblieben: Wir standen gemeinsam in einem kleinen Kaufhaus. Ich wollte unbedingt ein neues Spiel haben und hielt es fest in den Händen. Für mich war klar, dass ich es sofort brauchte. Meine Großmutter schaute mich ruhig an, lächelte leicht und sagte: „Schlaf erst einmal eine Nacht darüber. Wenn du es morgen noch genauso willst, dann reden wir weiter.“ Damals war ich enttäuscht. Doch am nächsten Tag war der Wunsch plötzlich nicht mehr so stark. Oft merkte ich dann, dass ich das Produkt eigentlich gar nicht brauchte.

Die Bedeutung von Überlegung beim Kauf

Am Küchentisch sagte sie häufig einen Satz, der mir bis heute im Kopf geblieben ist: „Geld wächst nicht auf Bäumen, aber mit Geduld wächst es von allein.“ Für sie bedeutete das, überlegt zu handeln und nichts zu überstürzen. Wenn ich etwas kaufen wollte, stellte sie mir Fragen wie: „Brauchst du das wirklich oder willst du es nur gerade?“ Diese Gespräche haben mich zum Nachdenken gebracht.

Sie verglich Preise und überlegte größere Anschaffungen gut. Nicht geizig, sondern bedacht. Von ihr habe ich gelernt, Geld wertzuschätzen, weil man dafür arbeitet.

Regelmäßiges Sparen und bewusste Ausgaben

Meine Großmutter legte regelmäßig etwas zurück, auch wenn es nur kleine Beträge waren. Am Monatsende nahm sie ein paar Scheine und steckte sie in einen Umschlag in ihrer Kommode. „Es ist nicht wichtig, wie viel“, sagte sie dann, „sondern dass man überhaupt etwas beiseitelegt.“ Dieses Prinzip habe ich übernommen. Heute versuche ich, jeden Monat etwas zurückzulegen, bevor ich Geld für andere Dinge ausgebe.

Seitdem achte ich stärker darauf, was ich kaufe. Ich plane meine Ausgaben bewusster und frage mich öfter, ob ich etwas wirklich brauche. Meine Großmutter hat mir keine komplizierten Regeln beigebracht. Aber sie zeigte mir durch ihr eigenes Verhalten, wie wichtig Geduld und Verantwortung im Umgang mit Geld sind.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

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