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Meine Matura: Viel weniger Drama, als ich dachte

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06.05.2026
5 Min.

Ich habe mir die Matura jahrelang wie einen riesigen, stressigen Endgegner vorgestellt. Am Ende war sie oft ruhiger, manchmal sogar lustig und vor allem viel normaler, als ich gedacht hätte. Zwischen Lernzetteln, Snacks vor dem Prüfungsraum und Matura-Memes habe ich gemerkt: Es ist kein perfekter Moment im Leben, sondern einfach eine intensive Zeit, die wir irgendwie gemeinsam durchstehen.

Endlich Matura! Zeit für ein fröhliches Ende! (Foto: shutterstock)

Die letzten Minuten vor der ersten Prüfung werde ich wahrscheinlich nicht so schnell vergessen. Ich sitze mit meinen Freunden vor dem Prüfungsraum. Überall liegen noch halb zerknitterte Lernzettel herum, manche wiederholen nervös Vokabeln oder Formeln. Trotzdem ist die Stimmung bei uns überraschend entspannt. Irgendwer macht Witze darüber, dass wir nach der Prüfung endlich wieder ausschlafen können, ein anderer diskutiert noch über Snacks, die er mitgenommen hat. Genau in diesem Moment merke ich, dass sich die Matura irgendwie viel normaler anfühlt, als ich sie mir jahrelang vorgestellt hatte.

Natürlich wusste ich, dass die Prüfungen wichtig sind, aber dieses Bild von der „schlimmsten Zeit des Lebens“, das man oft hört, hat für mich überhaupt nicht gestimmt.

Die Vorbereitung: weniger Drama als erwartet

Mit dem Lernen habe ich ungefähr eine Woche vor den jeweiligen Prüfungen wirklich intensiv angefangen. Wie viel ich gelernt habe, war dabei komplett vom Fach abhängig. Für Deutsch habe ich eigentlich erst einen Tag vorher begonnen. Ich habe mir noch einmal den Textaufbau, Stilmittel und die wichtigsten Schreibformen angeschaut, aber mehr war für mich gar nicht nötig.

Ganz anders war es bei Betriebswirtschaft. Dort habe ich deutlich früher angefangen, weil einfach viel Stoff dabei war und vieles verstanden und auch auswendig gelernt werden musste. Trotzdem habe ich nie jeden Tag stundenlang gelernt. Meistens waren es ein bis drei konzentrierte Stunden am Nachmittag oder Abend.

Einen richtigen Lernplan hatte ich ehrlich gesagt nie. Während manche aus meiner Klasse genaue Zeitpläne geschrieben haben, habe ich eher spontan entschieden, was gerade wichtig ist. Oft habe ich mich mit Freunden ausgetauscht, welche Themen sie noch lernen oder worüber sie sich Sorgen machen. Diese Gespräche haben eigentlich mehr geholfen als jeder perfekte Lernplan, weil man gemerkt hat, dass alle irgendwo dieselben Gedanken haben.

Am liebsten habe ich zuhause gelernt. Dort konnte ich mich am besten konzentrieren, Musik hören, zwischendurch spazieren gehen und auch einfach kurz abschalten. Gerade diese kleinen Pausen waren wichtig, damit man nicht komplett den Kopf verliert.

Überraschend entspannt

Was mich selbst am meisten überrascht hat, war mein Stresslevel. Ich war während der ganzen Matura eigentlich ziemlich ruhig. Vor den Prüfungen war ich natürlich gespannt, aber nie wirklich panisch. Auch meine Freunde waren eher entspannt, und ich glaube, das hat sich auf die ganze Gruppe übertragen.

Vor allem vor der Deutschmatura war die Stimmung fast schon lustig. Wir saßen zusammen, haben noch ein bisschen geredet und irgendwer meinte plötzlich: „Eigentlich ist das doch einfach nur eine längere Schularbeit.“ Genau dieser Satz ist mir bis heute hängen geblieben, weil er irgendwie stimmt.

Während der Prüfungen selbst gab es natürlich Momente, in denen die Konzentration nachgelassen hat. Besonders in Englisch habe ich das stark gemerkt. Englisch war das Fach, das mir am meisten Sorgen gemacht hat. Ich habe mich deshalb wirklich gut vorbereitet und viel gelernt, trotzdem war die Prüfung am Ende ziemlich herausfordernd. Gegen Ende konnte ich mich kaum noch konzentrieren und war einfach froh, als ich endlich abgeben konnte.

Deutsch war dagegen genau so entspannt, wie ich es erwartet hatte. Betriebswirtschaft war zwar machbar, aber trotzdem anstrengend, weil man lange konzentriert bleiben musste und ständig Angst hatte, irgendein Detail zu vergessen. Für Mathematik sehe ich dagegen eigentlich kein großes Problem. In Mathe tue ich mir zum Glück schon immer relativ leicht, deshalb gehe ich dort deutlich entspannter hinein.

Kleine Momente, die niemand erwartet

Was ich an der Matura interessant fand, waren weniger die Prüfungen selbst, sondern eher alles rundherum. Die Gespräche davor, die Erleichterung danach oder dieses gemeinsame Gefühl, dass jetzt langsam ein großer Abschnitt endet.

Nach einer Prüfung sind wir oft noch zusammen essen gegangen oder einfach irgendwo gesessen und haben über die Aufgaben geredet. Lustigerweise war direkt nach der Prüfung meistens jeder überzeugt, alles falsch gemacht zu haben. Zwei Stunden später war dann wieder alles halb so schlimm.

Auch diese kleinen Rituale während der Prüfungen haben geholfen: Snacks essen, kurz aufstehen, aufs WC gehen oder einfach tief durchatmen. Das klingt banal, aber genau solche Dinge helfen wirklich, konzentriert zu bleiben.

Die Matura ist nicht das Ende der Welt

Je näher die Matura gekommen ist, desto öfter habe ich von anderen gehört, wie schlimm und stressig alles sein soll. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass vieles übertriebener dargestellt wird, als es tatsächlich ist.

Natürlich muss man lernen und natürlich sind die Prüfungen wichtig. Aber am Ende ist die Matura wirklich keine unlösbare Aufgabe. Für mich hat sie sich eher wie mehrere längere Schularbeiten angefühlt als wie diese riesige „Lebensprüfung“, die manche daraus machen.

Matura-Memes

Ein weiterer lustiger Teil der Maturazeit waren definitiv die ganzen Matura-Memes auf Social Media. Vor allem auf TikTok und Instagram sieht man ständig Videos darüber, wie Leute kurz vor den Prüfungen panisch lernen oder versuchen, sich in letzter Minute noch alles zu merken. Das Lustige daran ist, dass sich eigentlich jeder darin wiedererkennt. Auch in meiner Klasse wurden ständig Memes hin- und hergeschickt, besonders am Abend vor einer Prüfung. Irgendwie hat das die ganze Situation lockerer gemacht, weil man gemerkt hat, dass alle dieselben Gedanken haben.

Aber auch nach den Prüfungen ging es direkt weiter. Kaum war man aus dem Prüfungsraum draußen, tauchten schon die ersten Memes über bestimmte Aufgaben auf. Besonders lustig war es, wenn alle dieselbe Aufgabe unterschiedlich verstanden hatten und online plötzlich gemerkt wurde, dass scheinbar niemand wirklich sicher war. Genau diese Memes haben nach den Prüfungen oft für gute Stimmung gesorgt.

Mein Rat an zukünftige Maturanten

Zukünftigen Schülern würde ich genau das raten, was ich mir selbst die ganze Zeit gesagt habe: Es wird nicht so schlimm, wie alle behaupten. Wichtig ist vor allem, ruhig zu bleiben und sich nicht von der Nervosität anderer anstecken zu lassen.

Außerdem sollte man während der Prüfung auch auf sich selbst achten. Zwischendurch kurz aufstehen, etwas trinken oder Snacks essen hilft mehr, als man denkt. Gerade wenn die Konzentration nachlässt, macht das einen großen Unterschied.

Und das Wichtigste: Man sollte sich selbst vertrauen. Jeder, der zur Matura antritt, hat die letzten Schuljahre geschafft und ist vorbereitet. Auch wenn es manchmal stressig wirkt, man schafft das.

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