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Meine Bank am See

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Volontär · HtbluVA Villach
05.05.2026
2 Min.
Zwischen ruhigem Wasser und leuchtender Stadt wird der Abend am Ossiacher See lebendig. (Foto: Martin Klass from Pixabay)

Ich sitze auf der Bank in unserem Garten und schaue direkt auf den Ossiacher See. Es ist schon spät, der Himmel ist dunkelblau, fast schwarz, und die letzten hellen Streifen vom Sonnenuntergang verschwinden langsam hinter den Bergen.

Vor mir liegt der See ganz ruhig da. Das Wasser bewegt sich kaum, nur ganz leicht, sodass sich die Lichter auf der anderen Seite darin spiegeln. Die Stadt ist jetzt voll beleuchtet. Einzelne Fenster, Straßenlaternen und die Scheinwerfer der Autos ziehen sich wie kleine, flackernde Linien durch die Dunkelheit.

Ich lehne mich ein bisschen zurück und höre hin. In der Ferne fährt ein Auto vorbei, irgendwo klappert kurz etwas, und dann ist es wieder still. Ab und zu hört man ein leises Geräusch vom Wasser, wenn sich kleine Wellen bewegen. Kein Vergleich zum Tag, wo alles laut und voller ist.

Neben mir liegt mein Handy, aber ich nehme es gar nicht in die Hand. Ich schaue einfach nur geradeaus. Ein Auto fährt auf der anderen Seite am See entlang, und für ein paar Sekunden zieht sich ein Lichtstreifen durch die Nacht, bis er wieder verschwindet.

Die Luft ist kühl geworden, aber angenehm. Ich merke, dass der Tag vorbei ist. Ich denke kurz daran, was morgen ansteht, aber der Gedanke bleibt nicht lange. Irgendwie fühlt sich das hier gerade wichtiger an.

Ich bleibe einfach sitzen. Schaue auf das Wasser, auf die Lichter, auf die Bewegung, die eigentlich kaum da ist. Und genau in diesem Moment fühlt sich alles ruhig an.

Fast so, als würde die Welt kurz langsamer werden, nur hier, auf dieser Bank am Ossiacher See.



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