Die Verwendung meines iPads hat mir sehr geholfen, mich besser zu organisieren. Ich habe alle meine Notizbücher aus jedem Fach auf einen Blick vor mir und kann meine Mitschriften jederzeit bearbeiten, ergänzen oder richtigstellen. Bei handgeschriebenen Notizen ist das oft deutlich komplizierter. Auch die Möglichkeit, Hausübungen online abzugeben, finde ich sehr praktisch. Diese Option wird auch von vielen SchülerInnen aus meiner Klasse genutzt.
Genau deshalb würde ich mir wünschen, dass solche Möglichkeiten in Zukunft noch stärker in den Alltag eingebaut werden. Wenn wir schon von einer "digitalen Schule" sprechen, sollte sich das meiner Meinung nach auch wirklich im Unterricht zeigen.
Weniger Verbote, mehr Vertrauen
Was mich dabei besonders stört, ist, dass es heutzutage immer noch Lehrer gibt, die die Verwendung elektronischer Geräte während des Unterrichts verbieten. Das finde ich teilweise sehr unpraktisch. Dadurch muss ich mich sowohl um meine digitalen als auch meine physischen Notizen kümmern. So viel zum Thema digitale Schule.
Ich habe das Gefühl, dass manche Lehrer noch verstehen müssen, wie vorteilhaft Elektronik im Unterricht sein kann. Natürlich können Tablets auch ablenken, aber das bedeutet meiner Meinung nach nicht, dass man sie grundsätzlich verbieten sollte. Gerade bei der Vorbereitung auf die Matura können digitale Geräte eine große Hilfe sein, weil man seine Unterlagen übersichtlich sammeln, jederzeit bearbeiten und schnell wiederfinden kann.
Ich würde mir daher wünschen, dass SchülerInnen mehr Vertrauen bekommen und selbst entscheiden können, wann ein Tablet oder Laptop sinnvoll eingesetzt werden kann.
Was im Alltag noch verbessert werden könnte
Natürlich hat die Digitalisierung auch Nachteile. Es ist beispielsweise ziemlich nervig, wenn ich einmal vergesse, mein iPad zu Hause aufzuladen und deshalb alles mit der Hand aufschreiben muss. Dieses Problem haben manchmal mehrere SchülerInnen gleichzeitig. Dadurch entstehen ab und zu sogar kleine Steckdosen-Streits. Trotzdem finde ich, dass solche Probleme kein Grund sein sollten, elektronische Geräte weniger zu verwenden. Vielmehr könnte man überlegen, wie man solche Situationen besser lösen kann.
Auch Handys als sinnvolle Nutzung
Ich würde mir wünschen, dass man mit einem sinnvolleren Umgang mit Handys an unserer Schule nachdenkt. Anstatt sie grundsätzlich zu verbieten, könnte man sie in bestimmten Situationen gezielt in den Unterricht einbauen, vielleicht würden sich SchülerInnen dann auch nicht mehr so sehr gegen das Handyverbot wehren.
Die Handykalender an meiner Schule sind meiner Meinung nach jedenfalls keine besonders gute Möglichkeit, um SchülerInnen dazu zu motivieren, auf ihr Handy zu verzichten. Wenn Handys ohnehin Teil unseres Alltags sind, sollte die Schule eher zeigen, wie man sie sinnvoll verwendet.
Mein Wunsch für die Schule
Insgesamt würde ich mir wünschen, dass unsere Schule noch offener für digitale Geräte wird. Tablets und Laptops können dabei helfen, sich besser zu organisieren und den Unterricht moderner und flexibler zu gestalten. Auch Handys müssen meiner Meinung nach nicht grundsätzlich der Feind des Unterrichts sein.
Ein Shoutout geht an dieser Stelle an meinen Klassenvorstand, der mich immer am Tablet schreiben lässt. Genau solche Möglichkeiten würde ich mir auch von anderen Lehrern wünschen.
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