Am Ende des Schuljahres fliege ich mit meiner Familie in die Türkei nach Trabzon. Jedes Jahr freue ich mich riesig auf diese Reise, weil ich dort Urlaub mache und nach einem Jahr meine Verwandten wiedersehe. Schon im Flugzeug bin ich voller Aufregung und Glück, die Vorfreude steigt mit jedem Kilometer näher zur Türkei.
Am meisten freue ich mich auf die Abende draußen und auf das Frühstück. Das Frühstück in der Türkei überrascht mich jedes Mal, weil es anders schmeckt als zuhause. Es gibt Käse, Tomaten, Oliven und meistens Menemen als Hauptgericht – ein leckeres Gericht aus Tomaten, Zwiebeln, Gewürzen und Eiern. Das Obst und Gemüse schmeckt besonders frisch, wahrscheinlich direkt aus dem Garten.
Wir verbringen auch viel Zeit am Schwarzen Meer, oft zusammen mit meinen Tanten und Onkeln. Da ich nicht so gut schwimmen kann, bleibe ich lieber im flachen Wasser. Die Türkei ist im Sommer meistens sehr heiß, und wir fahren oft an verschiedene Orte. Weil ich auch väterliche Verwandte dort habe, besuchen wir sie für drei Tage. Sie wohnen in den Bergen, wo es kühl und wunderschön ist. Allerdings werde ich dort meistens krank, deshalb meide ich die Bergaufenthalte lieber etwas.
In Trabzon wohnen wir in Akçaabat. Unser Apartment liegt im obersten Stock, und von unserem Balkon sieht man das Meer. Leider verdecken einige Gebäude die Sicht, sodass wir es nicht vollständig sehen können. Die Umgebung ist lebendig: Schon früh am Morgen hört man die Marktschreier, die ihre Waren verkaufen. Manchmal so laut, dass alle aufwachen und neugierig hinschauen.
Fünfmal am Tag erklingt in der Stadt der Gebetsruf „Ezan“. Dann lege ich aus Respekt meine Musikpause ein. Ich liebe es, wie das Meer und der Gebetsruf mich beruhigen und eine besondere Stimmung erzeugen. Ein unvergessliches Erlebnis war der Besuch einer Moschee in Istanbul mit meiner Familie. Ich weiß leider nicht, wie sie heißt, aber drinnen ist alles wunderschön. Überall sind kunstvolle Muster, meist in Blau, und Gottes Name steht oben am Dach. Ich habe noch nie gesehen, dass jemand speziell hereingebeten wurde, weil wir meistens vor dem Gebetsruf dort waren. Einige Menschen waren drinnen, um Fotos zu machen und die Moschee zu bewundern.
Trabzon / Akçaabat
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