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Stolz und Gemeinschaft: Mein Leben als Roma

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Volontär · Wiener Mittelschule mit ökologischem Schwerpunkt
05.12.2025
1 Min.

In diesem Text erzähle ich aus meiner Sicht, wie es ist, als Roma aufzuwachsen und meinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Ich zeige, was meine Kultur für mich bedeutet, mit welchen Vorurteilen ich manchmal konfrontiert bin und warum meine Herkunft für mich eine Quelle von Stolz und Stärke ist.

Die Roma-Flagge bedeutet mir viel. Das Blau steht für den Himmel, das Grün für die Erde. In der Mitte befindet sich das rote Rad, das unsere Herkunft (Foto: Google )

Ich bin in einer romani­schen Familie aufgewachsen, in der Zusammenhalt und Tradition eine große Rolle spielen. Viele Menschen haben Vorurteile gegenüber Roma, doch für mich bedeutet meine Herkunft vor allem Stolz und Gemeinschaft.

Manchmal begegne ich unfairen Urteilen, aber ich lasse mich davon nicht definieren. Unsere Musik, unsere Sprache und unsere Feste geben mir Kraft und verbinden mich mit meinen Wurzeln. Ich möchte zeigen, dass wir Roma vielfältig sind und jeder seinen eigenen Weg geht, so wie ich auch.

Zwischen zwei Welten

Ich wachse mit dem Gefühl auf, zwischen zwei Welten zu stehen: der Tradition meiner romani­schen Familie und dem modernen Alltag, in dem ich meinen eigenen Weg gehe. Unsere Kultur gibt mir Halt. Die Geschichten meiner Großeltern, die Feste, bei denen Musik und Tanz alles miteinander verbinden, und die Sprache, die unsere Gemeinschaft stark macht.

Gleichzeitig erlebe ich, dass viele Menschen uns kaum kennen und uns nur durch Vorurteile sehen. Ich wünsche mir, dass andere Menschen uns offener begegnen und neugierig fragen, anstatt vorschnell zu urteilen. Jeder, der sich wirklich mit unserer Kultur beschäftigt, merkt schnell, wie vielfältig und warmherzig wir sind. Ich hoffe, dass ich durch mein eigenes Verhalten zeigen kann, wie wichtig Respekt, Verständnis und Zusammenhalt für uns Roma sind.




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