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Mein Freund Mathias über Nächte am Schreibtisch und Handy-Entzug zu Maturazeiten

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Volontär · BRG Oeverseegasse
07.05.2026
2 Min.

Eigentlich soll die Matura nur eine Prüfung sein, fühlt sich aber oft eher wie ein eigener Lebensabschnitt mit Dauerstress, Snacks am Schreibtisch und sehr eigenem Zeitgefühl an. Mathias erzählt, wie sich Lernen bis spät in die Nacht anfühlt, warum der Kopf kurz vor dem Schlafen plötzlich alles gleichzeitig abspielt und wieso selbst „nur kurz schauen“ meistens keine gute Idee ist.

Das ist Mathias mit dem ich ein superschönes Gespräch geführt habe. (Foto: David Böjtös)

„Es geht eigentlich jeden Tag irgendwie im Kopf herum“, sagt Mathias und lacht kurz. Der 18-Jährige steckt mitten in den Vorbereitungen für die Matura. Besonders belastend ist für ihn nicht nur das Lernen selbst, sondern auch der ständige Druck im Kopf. „Das Gefühl, dass noch mehr gehen müsste, ist eigentlich immer da.“

Vor allem kurz vor den Prüfungen wird es richtig stressig. Neben der Schule verbringt Mathias viele Stunden zuhause über Büchern und Zusammenfassungen. Freizeit bleibt dabei kaum übrig. „Freunde treffen oder einfach abschalten ist gerade eher schwierig“, erzählt er. Trotzdem versucht er, sich kleine Pausen zu nehmen, damit alles nicht zu viel wird.

Ein typischer Lernabend läuft bei ihm im Moment ziemlich ähnlich ab. Nach der Schule wird kurz etwas gegessen und danach geht es direkt wieder an den Schreibtisch. Oft wird bis spät in die Nacht gelernt. „Irgendwann schaut man auf die Uhr und es ist plötzlich Mitternacht“, sagt Mathias. Beim Lernen läuft oft leise Musik im Hintergrund, damit die Konzentration besser bleibt. Trotzdem gibt es Tage, an denen gar nichts mehr funktioniert. „Irgendwann ist einfach komplett Schluss im Kopf.“

Besonders schwierig sind die Gedanken vor dem Einschlafen. „Da geht alles gleichzeitig durch den Kopf“, sagt er. Ob genug gelernt wurde, welche Aufgaben kommen könnten oder ob etwas vergessen wurde. Vor wichtigen Tests ist der Schlaf oft deutlich schlechter. Auch am Morgen ist der Stress sofort wieder da. „Aufwachen und direkt an die Matura denken, ist ziemlich normal geworden.“

Druck von außen

Auch Erwartungen aus Familie und Schule spielen eine große Rolle. „Natürlich will niemand enttäuscht werden und gute Noten schreiben.“ Gleichzeitig entsteht viel Druck auch im eigenen Kopf. Die Matura entscheidet für viele über Studium, Beruf und den weiteren Weg.

Trotzdem gibt es auch Dinge, die motivieren. Besonders hilfreich sind Gespräche mit Freunden, die gerade dasselbe erleben. „Da merke ich wenigstens, dass nicht nur eine Person im Stress ist“, sagt er. Gemeinsam lachen oder sich gegenseitig beim Lernen helfen nimmt oft etwas Druck raus.

Trotz allem sieht Mathias die Zeit auch positiv. „Es passiert ziemlich viel in der Zeit über einen selbst“, sagt er. Disziplin, Zeitmanagement und der Umgang mit Stress werden besonders wichtig. Am meisten freut er sich aber auf danach: Erst einmal ausschlafen und einfach nichts tun. „Dieses Gefühl danach ist schwer zu beschreiben“, sagt er und lacht. Danach soll der Sommer kommen. Mit Freunden, Freizeit und ohne Lernstress.

Für viele Jugendliche ist die Matura damit mehr als nur eine Prüfung. Sie bedeutet Druck und Verantwortung, aber auch Wachstum und einen großen Schritt in Richtung Zukunft.


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