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Mein Feed, meine Meinung? Wie soziale Medien politische Ansichten beeinflussen

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Volontärin · BG / BRG Schwechat
2 Kommentare
28.05.2026
2 Min.

TikTok, Instagram und andere soziale Netzwerke sind für viele Jugendliche essenziell. Doch die Inhalte, die uns dort angezeigt werden, sind nicht willkürlich ausgewählt. Algorithmen entscheiden für und, was wir sehen – und beeinflussen damit unsere Denkweise und unsere politische Meinung. Im Rahmen eines Online-Gesprächs mit Annie Waldherr, Expertin für politische Kommunikation an der Universität Wien, habe ich erfahren, wie stark soziale Medien unsere Wahrnehmung von Politik prägen können.

Soziale Medien können Fluch und Segen gleichzeitig sein . (Foto: Erik_Lucatero)

Früher waren Medien wie Zeitungen, Radio oder Fernsehen die Nummer 1-Quelle, um sich zu informieren. Heute geschieht das immer häufiger über soziale Medien. Viele Jugendliche stoßen täglich auf politische Inhalte in ihrem Feed, oft ohne gezielt danach zu suchen. Dadurch stellt sich die Frage, wie diese Inhalte unsere Meinung beeinflussen und woran wir erkennen können, ob und wie vertrauenswürdig Informationen sind.

Politische Informationen in sozialen Medien

Soziale Medien spielen eine wichtige Rolle für meine politische Meinungsbildung. Über Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube bekomme ich täglich Informationen zu aktuellen politischen Themen. Oft erfahre ich dort schneller von Ereignissen als durch klassische Nachrichten. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass die Inhalte, die ich sehe, von Algorithmen ausgewählt werden. Diese zeigen mir vor allem Beiträge, die zu meinen Interessen passen oder mit denen ich bereits interagiert habe.

Die Rolle der Algorithmen

Im Online-Meeting mit Annie Waldherr von der Universität Wien erklärte sie, dass Algorithmen eine wichtige Rolle dabei spielen, welche Inhalte in unserem Feed erscheinen. Plattformen zeigen uns vor allem Beiträge, mit denen wir wahrscheinlich interagieren. Dadurch sehen wir häufig ähnliche Meinungen und Themen, während andere Perspektiven seltener auftauchen. Das kann unsere politische Sichtweise beeinflussen, ohne dass wir es bewusst bemerken. Das kann negative und postive Auswirkungen auf uns haben.

Fake News sind weit verbreitet

Besonders interessant fand ich ihre Erklärung zu Desinformation auf TikTok und in Reels. Auf die Frage, wie man Falschinformationen erkennen kann, antwortete Annie Waldherr, dass man immer auf die Quelle achten sollte. Sie warnt: „Wenn keine Quellen genannt werden oder Inhalte sehr emotional und provokativ gestaltet sind, sollte man kritisch sein“. Meist funktionieren sehr emotional aufreibende Inhalte gut, da diese uns am Besten im Kopf bleiben. Außerdem empfahl sie, wichtige Informationen mit mehreren seriösen Nachrichtenquellen zu vergleichen. Man muss Inhalte kritisch hinterfragen und selbst nachforschen.

Vertrauen ins Netz

Ein weiterer wichtiger Punkt war das Vertrauen in Nachrichten. Annie Waldherr betonte, dass soziale Medien zwar einen schnellen Zugang zu Informationen bieten, aber nicht jede Information automatisch glaubwürdig ist. „Viele Nutzerinnen und Nutzer begegnen politischen Themen zuerst auf Social Media und prüfen die Inhalte nicht weiter“, erklärt Frau Waldherr. Medienkompetenz sei heute besonders wichtig, um zwischen verlässlichen Informationen und Desinformation unterscheiden zu können.

Das Gespräch mit Annie Waldherr hat mir gezeigt, dass mein Feed meine politische Meinungsbildung stärker beeinflusst, als ich bisher gedacht habe. Algorithmen entscheiden mit, welche Inhalte ich sehe, und können dadurch meine Sicht auf politische Themen prägen. Deshalb ist es wichtig, Informationen kritisch zu hinterfragen, Quellen zu überprüfen und sich nicht nur auf soziale Medien als Informationsquelle zu verlassen.











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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Wien.

Kommentare

  • Kein Profil-Bild gefunden.
    vor 4 Tagen Daniah Al Mashhadani
    Schön geschrieben.
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    vor 4 Tagen Tobias Urban
    Dein Text ist insgesamt sehr gelungen und behandelt ein hochaktuelles und wichtiges Thema, das besonders für Jugendliche sehr relevant ist. Man merkt sofort, dass du dich nicht nur oberflächlich damit beschäftigt hast, sondern auch ein konkretes Gespräch (mit Annie Waldherr) in deinen Beitrag eingebunden hast. Das macht deinen Artikel deutlich glaubwürdiger und lebendiger, weil er nicht nur aus eigenen Gedanken besteht, sondern auch auf Fachwissen und echte Aussagen gestützt ist.

    Besonders positiv fällt auf, dass dein Text klar strukturiert ist. Die Zwischenüberschriften helfen sehr beim Lesen und sorgen dafür, dass der Beitrag übersichtlich bleibt. Jede Passage hat einen eigenen Schwerpunkt (z. B. Algorithmen, Fake News, Vertrauen in Medien), wodurch der Leser gut folgen kann und nicht den Überblick verliert. Auch der Aufbau von allgemeinen Gedanken hin zu konkreten Beispielen und dann wieder zurück zu einer persönlichen Reflexion am Ende ist sehr sinnvoll gewählt.

    Inhaltlich überzeugend ist vor allem deine Darstellung der Rolle von Algorithmen. Du erklärst gut, dass soziale Medien nicht neutral sind, sondern aktiv bestimmen, welche Inhalte wir sehen. Dadurch wird deutlich, wie subtil und gleichzeitig stark diese Einflussnahme sein kann. Auch die Idee, dass wir oft nur ähnliche Meinungen sehen und dadurch ein verzerrtes Bild entstehen kann, ist gut herausgearbeitet. Hier zeigst du ein gutes Verständnis für ein komplexes Thema.

    Insgesamt ist dein Text aber sehr überzeugend, gut recherchiert und klar strukturiert. Besonders stark ist die Verbindung aus eigener Meinung, Fachwissen und gesellschaftlicher Relevanz. Mit etwas mehr sprachlicher Variation und noch konkreteren Beispielen könnte dein Artikel auf einem noch höheren Niveau stehen. Sehr gelungener Beitrag mit viel Reflexion und einem wichtigen Thema.