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Privatleben ist wichtiger als die Followerzahl: Meine kleine Schwester ist mein digitales Vorbild

Mein digitales Vorbild ist meine drei Jahre jüngere Schwester, die trotz ihres jungen Alters schon einen Kanal mit mehr als 3.000 Abonnenten hat. Obwohl sie dadurch viel mehr Zeit online verbringen sollte als ich, hält sie eine gesund Balance zwischen Online und sozialem Leben.

Sonnenuntergang auf dem Balkon
Meine kleine Schwester auf unserem Balkon: Sie kann sich auch einmal den Sonnenuntergang ansehen, statt immer nur am Handy zu scrollen. (Foto: Ines Angeli)

Manche würden sagen, dass Teenager, Erwachsene und auch Kinder, nachdem sie eine höhere Followerzahl erreichen, eingebildet werden. Sie halten sich für etwas Besseres und verbringen den Großteil der Zeit damit, neue Videos aufzunehmen und zu schneiden, um die Abonnentenzahl zu steigern. Doch nicht meine kleine Schwester. Sie nimmt ihre Videos wöchentlich auf und versucht, ihre Zeit beim Schneiden so gering wie möglich zu halten, um sie anderweitig zu nutzen. Etwa um sich mit ihren zwei besten Freundinnen zu treffen, statt auf dem Handy zu scrollen.

Vor kurzem ging es einer ihrer Freundinnen privat nicht gut, weshalb sich meine Schwester Zeit für sie nahm, auf ihrem Kanal pausiert und ihr so durch eine schwierige Phase half. Was selbstverständlich sein sollte, es aber leider nicht ist. Deshalb bin ich stolz auf sie.

Tägliche Zeit am Handy

Meine Schwester war im Umgang mit den sozialen Medien beziehungsweise ihrem Handy nicht immer so vorbildlich. Wie viele andere Jugendliche und auch Kinder, verbrachte sie früher mehr Zeit am Handy. Sie lag mit mehreren Stunden über demfür ihr Alter empfohlenem Limit von 90 Minuten. Allerdings hat sie das Problem von selbst erkannt. Sie hat die Zeit auf ein für ihr Alter passendes Maß verringert, was ich vorbildlich von ihr finde.

Was sie zu meinem digitalen Vorbild macht

Mich beeindruckt auch ihr Gefühl dafür, welche Infos zu privat sind, um sie zu teilen. Die Gefahren, die Social Media und das Handy generell mit sich bringen, sind etwas, das Kinder heute nicht früh genug lernen.

Zusätzlich hat sie sich, nachdem sie ein weiteres ihrer Abonnentenziele erreicht hat, dazu entschlossen, eine Pause zu machen, da die Schule wieder begonnen hatte und sie sich stärker auf ihre Noten fokussieren wollte. Auch das finde ich bewundernswert.

Deshalb ist sie für mich das beste Beispiel. Digitale Vorbilder sind für uns alle wichtig und können schon in der eigenen Familie für uns zu finden sein.







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