Mein digitales Vorbild: Mein großer Bruder

Mein großer Bruder ist 17 Jahre älter als ich. Früher war das einfach nur ein Altersunterschied, heute ist es ein Erfahrungsvorsprung. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich ihn in Sachen Mediennutzung bewundere. Denn während ich noch dabei bin, meinen Umgang mit dem Handy zu hinterfragen, hat er längst begonnen, es manchmal wegzulegen.

 

Bild Julian Nenning
Das Handy ist nicht alles. Das zeigt mein älterer Bruder sich und anderen, indem er es manchmal sogar handyfreie Tage macht. (Foto: Pio Lukas Werner Nenning)

Ich habe einen großen Bruder, der 17 Jahre älter ist als ich. Auch wenn er jetzt mein digitales Vorbild ist, war er früher vor allem der, der einen Fernsehr in seinem Zimmer haben durfte während ich nicht einmal mein eigenes Smartphone bekan. Auch wenn ich damals natürlich noch viel zu jung dafür war.

Kleine Nachmacher mit dem Holz-Handy

Mein Neffe und meine Nichte (vier und fast zwei Jahre alt) sind beide unserem Beispiel gefolgt und lieben es, "Handy" zu spielen. Meine Nichte zum Beispiel hat ein orangenes Holz-Handy, mit dem sie gerne filmt. Ich bin mir nicht sicher, ob sie überhaupt versteht was das ist, aber sie weiß, dass ich sie oft filme, und das macht sie einfach nach. Auch wenn das süß ist, bedeutet es, dass wir alle wahrscheinlich zu viel am Handy sind.

Mein Bruder hat das erkannt und legt deshalb sein Smartphone immer öfter einfach weg oder macht überhaupt einen handyfreien Tag. Das ist nicht nur gut, um den Kleinen zu zeigen, dass das Handy nicht so wichtig ist, sondern auch für ihn selbst. Das finde ich toll.

Problem Langweile

Ich mache es meinem Bruder so gut es geht nach und lege das Handy weg. Das funktioniert gar nicht mal so schlecht, wenn ich etwas anderes zu tun habe. Das Problem ist nur die Langeweile. Wenn mir nichts anderes einfällt, drängt sich das Handy wieder auf.




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