Mein Alltag zwischen Überforderung und kleinen Auszeiten

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19.04.2026
3 Min.

Kennst du das Gefühl, wenn einfach alles gleichzeitig passiert? Tests, Hausübungen, Stress mit Freunden und du hast das Gefühl, dein Kopf explodiert gleich? Du bist nicht allein damit. Ich fühle mich im Alltag oft gestresst, auch wenn es von außen gar nicht so wirkt.

 

Ich habe gelernt, mit Stress umzugehen. Leicht war es aber nicht. (Foto: shutterstock)

Ich sitze am Frühstückstisch, eigentlich noch halb müde, der Tag hat gerade erst begonnen. Neben mir steht die Schultasche schon bereit, mein Kopf ist aber schon bei allem, was heute noch kommt: Tests, Hausübungen, Lernen. Ich rühre im Essen, ohne wirklich hinzuschauen, und habe das Gefühl, der Tag beginnt schon, bevor ich überhaupt richtig wach bin. Genau in solchen Momenten merke ich, wie schnell Stress bei mir entsteht.

Was bei mir Stress auslöst

In meinem Alltag gibt es ziemlich oft Stress, vor allem wegen der Schule. Wenn mehrere Tests in einer Woche anstehen oder viele Hausübungen zusammenkommen, fühle ich mich schnell überfordert. Besonders schlimm ist es, wenn ich nach Hause komme und gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Dann sitze ich manchmal einfach nur da und starre meine Sachen an.

Auch in der Früh stresst es mich, wenn ich spät dran bin. Mein Herz schlägt schneller, ich werde hektisch und alles läuft irgendwie chaotischer ab. Manchmal belastet mich auch Streit mit Freundinnen. Dann denke ich lange darüber nach und kann mich kaum auf etwas anderes konzentrieren.

Wie sich Stress bei mir anfühlt

Wenn ich gestresst bin, merke ich das sofort in meinem Körper. Mein Herz schlägt schneller und ich fühle mich unruhig, fast so, als könnte ich nicht still sitzen. In meinem Kopf wird es dann richtig laut, weil ich an viele Dinge gleichzeitig denke.

Ich werde auch schneller genervt, sogar wegen Kleinigkeiten, die mich sonst gar nicht stören würden. Oft habe ich das Gefühl, dass alles zu viel ist und ich nicht mehr weiß, womit ich anfangen soll. Dieses Gefühl ist unangenehm, weil ich dann das Gefühl habe, die Kontrolle zu verlieren.

Was mir in stressigen Momenten hilft

Wenn ich gestresst bin, hilft mir Musik am meisten. Sobald ich Kopfhörer aufsetze, merke ich, wie mein Kopf langsam ruhiger wird. Die Gedanken werden klarer, und der innere „Lärm“ wird leiser. Oft lege ich mich aufs Bett und höre einfach nur zu. Nach ein paar Minuten spüre ich, wie mein Herz langsamer schlägt und ich entspannter werde.

Auch Pausen helfen mir sehr. Wenn ich kurz rausgehe, frische Luft hole oder mir etwas zu trinken nehme, kann ich danach wieder klarer denken. Es fühlt sich an, als würde mein Kopf kurz „neu starten“.

Warum kleine Schritte so wichtig sind

Früher habe ich versucht, alles auf einmal zu erledigen. Ich dachte, ich muss sofort fertig werden. Das hat mich jedoch nur noch mehr gestresst.

Heute gehe ich anders vor: Ich nehme mir eine Aufgabe nach der anderen vor. Wenn ich etwas geschafft habe, bin ich sofort erleichtert und ein bisschen stolz. Das motiviert mich weiterzumachen.

Ich habe auch gemerkt, dass Reden hilft. Wenn ich meiner Familie oder meinen Freundinnen erzähle, was mich stresst, fühlt es sich an, als würde ein Teil des Drucks verschwinden. In meinem Kopf wird es dadurch ruhiger, und ich fühle mich weniger allein.

Ein Erlebnis, das ich nicht vergesse

Einmal hatte ich sehr viel Stress vor einer Schularbeit. Ich saß am Schreibtisch und hatte das Gefühl, gar nichts zu können. Mein Kopf war komplett überfüllt und ich war kurz davor zu weinen.

Dann habe ich alles kurz weggelegt, tief durchgeatmet und mir einen Plan gemacht. Ich habe in kleinen Schritten gelernt und zwischendurch immer wieder Pausen gemacht und Musik gehört.

Langsam wurde ich ruhiger und konnte mich besser konzentrieren. Am Ende habe ich die Schularbeit geschafft. Danach war ich einfach nur erleichtert und auch ein bisschen stolz. Seitdem weiß ich, dass ich solche Situationen bewältigen kann.

Wie ich heute mit Stress umgehe

Ich gehe heute bewusster mit Stress um, weil ich gemerkt habe, dass ich auf mich selbst achten muss. Wenn ich nichts ändere, wird alles nur schlimmer.

Deshalb versuche ich, mir gezielt Pausen zu gönnen und Dinge zu tun, die mir guttun. Ich weiß jetzt, dass ich nicht perfekt sein muss und mir Zeit nehmen darf.

Stress wird wahrscheinlich nie ganz verschwinden, aber man kann lernen, besser damit umzugehen. Für mich helfen vor allem Musik, Pausen und Gespräche – auch wenn es nur kleine Dinge sind, machen sie einen großen Unterschied.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Medizinische Universität Graz.

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