Ich stehe im Supermarkt, schiebe meinen kleinen Einkaufswagen durch die Gänge und bleibe wie angewurzelt vor dem Regal stehen. Mehl, Nudeln, Eier, Karotten, eigentlich nur das Nötigste. Und trotzdem: Am Ende zeigt die Kasse 12 Euro an. Ein simpler Einkauf, der früher kaum auffiel, fühlt sich plötzlich wie ein kleines finanzielles Drama an. In diesem Moment wird mir klar, wie sehr steigende Preise den Alltag vieler Menschen belasten und dass gerade Lebensmittel zu den wichtigsten Produkten zählen, die von einer Steuerentlastung profitieren sollten.
Wenn Grundbedürfnisse zu Luxus werden
Denn jeder Mensch braucht Nahrung, nicht aus Luxus, sondern zum Überleben. Familien mit mehreren Kindern, die Schwierigkeiten haben, ihren Wocheneinkauf zu stemmen, könnten durch niedrigere Steuern auf Lebensmittel deutlich entlastet werden. Besonders sinnvoll wäre es, gesunde Lebensmittel von der Mehrwertsteuer zu befreien. Das würde nicht nur die Grundversorgung sichern, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung fördern, während Junk Food weiterhin reguliert bleibt.
Auch beim Einkauf von Kleidung gibt es eine klare Chance: Second-Hand-Artikel steuerlich zu entlasten, könnte Umwelt und Geldbeutel zugleich schonen. Fast Fashion mag günstig erscheinen, doch die Umweltbelastung und die geringe Haltbarkeit der Produkte sind enorm. Eine steuerliche Förderung von Second Hand würde nachhaltiges Einkaufen attraktiver machen und könnte einen echten gesellschaftlichen Trend hin zu bewussterem Konsum auslösen.
Gezielte Steuerentlastung wäre wichtig
Nicht zu vernachlässigen sind Sport- und Fitnessangebote. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit, reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen und entlasten langfristig das Gesundheitssystem. Würden Fitnessstudios, Sportkurse oder Vereinsangebote günstiger, könnten deutlich mehr Menschen unabhängig vom Einkommen teilnehmen. Gleichzeitig würden soziale Kontakte gefördert, was das Gemeinschaftsgefühl stärkt und ebenfalls der psychischen Gesundheit zugutekommt.
Eine Steuerentlastung gezielt auf lebensnotwendige Produkte, nachhaltige Kleidung und Bewegungsangebote könnte also nicht nur finanziell helfen, sondern auch die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in Österreich deutlich verbessern.
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