Der Moment der Ahnungslosigkeit
Der erste eigene Handyvertrag, das erste Gehalt oder das Wort „Steuererklärung“ – plötzlich steht man vor Entscheidungen, auf die einen niemand vorbereitet hat. Wir analysieren Gedichte, lösen Gleichungen und kennen den Aufbau einer Zelle, aber wie man ein Konto führt oder was Inflation wirklich bedeutet, bleibt für viele ein Rätsel. Genau deshalb bin ich überzeugt: Wir brauchen mehr Unterricht zu Geld und Wirtschaft.
Wirtschaft ist unser Alltag
Dabei geht es nicht darum, dass jede und jeder später ein Unternehmen gründet. Es geht darum, dass wir täglich wirtschaftliche Entscheidungen treffen: Spare ich mein Geld oder gebe ich es sofort aus? Kaufe ich billig oder nachhaltig? Warum werden manche Dinge plötzlich teurer? Wirtschaft bestimmt unser Leben jeden Tag.
Schule muss Chancen ausgleichen
In Gesprächen mit Freundinnen und Freunden merke ich oft, wie groß die Unsicherheit ist. Manche lernen zu Hause, wie man mit Geld umgeht, andere überhaupt nicht. Schule sollte genau hier ansetzen und für Fairness sorgen. Finanzbildung darf keine Frage der Herkunft sein, sondern muss allen zugänglich sein.
Zeit für echten Lebensunterricht
Wenn Schule uns wirklich auf das Leben vorbereiten soll, dann darf Geld kein Randthema mehr sein. Ich wünsche mir Unterricht, in dem wir über Steuern, Gehalt, Konsum und Verantwortung sprechen. Nicht irgendwann – sondern jetzt. Denn zu wissen, wie man sein Leben finanziell meistert, ist genauso wichtig wie jede Gleichung und jedes Gedicht.
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