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Lukas und sein großer Wunsch: "Nach der Matura will ich einfach nur schlafen"

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Volontär · BRG Oeverseegasse
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07.05.2026
3 Min.

Die Matura hat gestartet und für viele Schüler damit die stressigste Zeit ihrer Schulkarriere. Lernpläne, Schlafmangel und Zukunftsängste gehören plötzlich zum Alltag. Doch wie erleben Maturanten diese Phase wirklich? Ich habe mit Lukas (18) gesprochen, der gerade mitten in den Vorbereitungen steckt und erzählt, wie es ihm dabei geht.

Das Interview mit Lukas hat Spaß gemacht. Für die Matura wünsche ich ihm viel Glück! (Foto: Adin Varcar)

Für das Interview wurde mit Lukas (18) gesprochen. Er besucht derzeit die 8. Klasse eines Gymnasiums in Wien und steckt mitten in der Matura. Es geht um Stress, Lerngewohnheiten und die Frage, was ihn in dieser intensiven Zeit motiviert.

Wann hast du eigentlich angefangen, für die Matura zu lernen?

Lukas: Ehrlich gesagt später, als ich eigentlich wollte. So richtig angefangen habe ich ungefähr zwei Monate vorher. Davor habe ich mir immer eingeredet, dass eh noch genug Zeit ist. Aber irgendwann merkte ich dann doch: Okay, jetzt wird’s ernst.

Wie viele Stunden lernst du am Tag?

Lukas: Unterschiedlich. Unter der Woche meistens drei bis vier Stunden nach der Schule. Am Wochenende manchmal mehr, aber ich versuche trotzdem Pausen zu machen. Wenn ich zu lange lerne, bringt es irgendwann nichts mehr.

Hast du einen fixen Lernplan?

Lukas: Ich habe versucht, einen zu machen, aber ich halte mich nicht immer daran. Manche Tage laufen super, andere gar nicht. Meistens entscheide ich spontan, welches Fach ich gerade am dringendsten brauche.

Wo lernst du am liebsten?

Lukas: Zuhause im Zimmer oder manchmal in der Bibliothek. Zuhause lenkt halt viel ab, Handy, Netflix, Essen. In der Bibliothek konzentriere ich mich oft besser.

Wie würdest du deinen Stresslevel beschreiben?

Lukas: Schon hoch. Vor allem kurz vorm Einschlafen denke ich dauernd darüber nach, ob ich genug gelernt habe. Manchmal träume ich sogar von Prüfungen. Das klingt lustig, ist aber echt nervig.

Beeinflusst die Matura deinen Alltag?

Lukas: Auf jeden Fall. Ich treffe meine Freunde momentan viel seltener und schlafe auch schlechter. Man ist irgendwie ständig mit Lernen beschäftigt, selbst wenn man gerade Pause macht.

Welches Fach macht dir am meisten zu schaffen?

Lukas: Definitiv Mathematik. Da reicht Auswendiglernen halt nicht. Wenn ich irgendwo hängenbleibe, schaue ich meistens Videos auf YouTube oder frage Freunde aus der Klasse. Manchmal hilft auch einfach eine kurze Pause.

War die Matura bisher so, wie du sie dir vorgestellt hast?

Lukas: Teilweise. Ich dachte früher immer, das wäre die schlimmste Zeit überhaupt. Natürlich ist es stressig, aber viele machen sich wahrscheinlich noch verrückter, als nötig wäre. Der Druck kommt oft auch von einem selbst.

Gibt es Momente, wo du einfach keine Motivation mehr hast?

Lukas: Ja, voll oft sogar. Besonders wenn schönes Wetter ist und alle draußen sind. Dann denke ich mir schon manchmal: Warum tue ich mir das eigentlich an?

Und was motiviert dich dann wieder?

Lukas: Der Gedanke, dass danach alles vorbei ist. Außerdem will ich mir später nicht denken müssen, dass ich zu wenig gemacht habe. Dieses Ziel vor Augen hilft schon.

Was würdest du Schülern raten, die nächstes Jahr maturieren?

Lukas: Nicht alles auf den letzten Drücker machen. Und nicht mit anderen vergleichen. Jeder lernt anders. Viele tun so, als hätten sie alles perfekt im Griff, aber in Wirklichkeit sind fast alle gestresst.

Letzte Frage: Was wirst du nach der letzten Prüfung machen?

Lukas: Wahrscheinlich einfach schlafen. Und dann feiern – ohne schlechtes Gewissen endlich mal nichts lernen zu müssen.


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