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Lieber zerschmelzen oder doch zum Eiszapfen werden?

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Volontär · Privates Gymnasium Sacré Coeur Wien
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23.06.2026
2 Min.

Hitze oder Kälte, kaum etwas sorgt im Alltag so schnell für Diskussionen. Während die einen schon bei 18 Grad eine Jacke brauchen, sitzen andere noch entspannt im T-Shirt draußen. Ich finde: Beides kann nerven. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, wäre mir Kälte deutlich lieber als extreme Hitze.

Lieber in der Hitze zerschmelzen oder bei Kälte zum Eiszapfen werden? (Foto: stumm)

Vor ein paar Tagen saß ich nachmittags an meinem Schreibtisch und wollte eigentlich konzentriert an einem Text arbeiten. Doch schon nach wenigen Minuten klebten meine Arme am Tisch, die Luft im Zimmer stand komplett still und ich hatte das Gefühl, dass mein Gehirn langsamer arbeitet als sonst. Obwohl ich nur dasaß, lief mir der Schweiß über die Stirn. Am Ende gab ich auf und setzte mich mit einem kalten Getränk vor den Ventilator. In solchen Momenten frage ich mich immer wieder: Wie können manche Menschen diese Hitze mögen?

Hitze oder Kälte? Diese Frage sorgt regelmäßig für Diskussionen. Während die einen schon bei 18 Grad frieren, genießen andere selbst Temperaturen über 30 Grad. Ich persönlich komme mit Kälte deutlich besser zurecht. Das liegt nicht nur daran, wie sich die Temperaturen anfühlen, sondern auch daran, welche Auswirkungen extreme Hitze auf den Körper haben kann.

Jeder Körper fühlt anders

Temperatur ist etwas sehr Persönliches. Was für die eine Person angenehm warm ist, ist für die andere schon viel zu heiß. Das hängt unter anderem vom Stoffwechsel, der Durchblutung, dem Körperbau und den Hormonen ab. Auch Gewohnheit spielt eine Rolle. Wer in einem warmen Klima aufgewachsen ist, empfindet hohe Temperaturen oft als angenehmer.

Deshalb gibt es auch keine perfekte Temperatur für alle. Im Klassenzimmer oder Büro reicht oft schon ein Blick auf das Fenster: Während die einen frische Luft wollen, ziehen andere sofort ihre Jacke an.

Hitze macht mich müde und kann gefährlich werden

Ich persönlich finde starke Hitze viel anstrengender als Kälte. Ein Sommertag mit etwa 25 Grad kann wunderschön sein. Problematisch wird es aber, wenn die Temperaturen deutlich darüber liegen.

Laut Gesundheitsexperten steigt das Risiko für Kreislaufprobleme, Dehydrierung und Hitzschläge bei längeren Hitzewellen deutlich an. Besonders gefährlich wird es ab Temperaturen von rund 30 bis 35 Grad, wenn der Körper Schwierigkeiten hat, sich ausreichend abzukühlen. Allein im Hitzesommer 2023 wurden in Österreich laut Schätzungen mehrere hundert zusätzliche Todesfälle mit extremer Hitze in Verbindung gebracht.

Auch ich merke die Auswirkungen schon viel früher. Bei großer Hitze bin ich schneller müde, kann mich schlechter konzentrieren und habe weniger Energie für Schule, Sport oder andere Aktivitäten. Besonders schlimm finde ich die Nächte. Wenn es selbst spätabends noch über 25 Grad hat, schlafe ich deutlich schlechter und starte bereits erschöpft in den nächsten Tag.

In Städten wie Wien kommt noch der sogenannte Hitzeinsel-Effekt dazu. Asphalt, Beton und Häuser speichern die Wärme und geben sie nachts wieder ab. Dadurch kühlt es oft viel langsamer ab als auf dem Land.


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