Ich treffe Veronika während der großen Pause direkt in der Schule, da es für uns beide am praktischsten war. Trotz der anstrengenden Prüfungsphase nimmt sie sich Zeit für das Interview und erzählt offen von Lernstress und dem Druck, der viele Maturant:innen derzeit begleitet. Im Gespräch erzählt sie, wie sie mit der Matura umgeht, welche Fächer ihr Sorgen machen und warum der Druck oft größer wirkt als die Prüfung selbst.
Frage: Wann hast du eigentlich angefangen zu lernen?
Veronika: Für Deutsch und Englisch habe ich mich im Vergleich zu Mathe eher weniger intensiv vorbereitet. Für Mathe habe ich ungefähr eine Woche davor begonnen, wobei man durch die letzte Schularbeit schon vieles im Kopf hatte. Für die mündlichen Prüfungen fange ich diese Woche an, also ungefähr zweieinhalb Wochen vorher.
Frage: Wie viele Stunden lernst du ungefähr pro Tag?
Veronika: So zwei bis drei Stunden am Tag sind es meistens.
Frage: Hast du einen fixen Lernplan?
Veronika: Nicht wirklich. Ich lerne eher nach Gefühl und versuche, mich auf das zu konzentrieren, was gerade am dringendsten ist.
Frage: Wo lernst du am liebsten?
Veronika: Am liebsten lerne ich in meinem Zimmer. Dort kann ich mich am besten konzentrieren. An anderen Orten fällt es mir schwerer, ruhig zu bleiben.
Frage: Wie würdest du deinen Stresslevel beschreiben?
Veronika: Der Stress wird bei mir vor allem ein paar Tage vor der Matura richtig schlimm. Ich mache mir oft selbst unnötig Druck, auch wenn objektiv noch alles passt.
Frage: Beeinflusst die Matura deinen Alltag oder deinen Schlaf?
Veronika: Ja, auf jeden Fall. Vor allem mein Schlaf leidet darunter, weil ich mir ständig Gedanken über die Noten mache. Da die Ergebnisse erst zwei Wochen nach der letzten schriftlichen Prüfung kommen, bleibt diese Unsicherheit ziemlich lange.
Frage: Welches Fach macht dir am meisten zu schaffen?
Veronika: Am meisten Angst hatte ich vor Mathe. Das ist auch das Fach, bei dem ich mir am unsichersten bin.
Frage: Was machst du, wenn du nicht weiterkommst?
Veronika: Dann schau ich mir Erklärvideos auf YouTube an oder arbeite mit Lernhilfen, bis ich es besser verstehe. Oft hilft es mir auch, eine Aufgabe in Ruhe nochmal Schritt für Schritt durchzugehen.
Frage: War die Matura bisher so, wie du sie dir vorgestellt hast?
Veronika: Sie war insgesamt lockerer, als man es sich vorher oft ausmalt. Trotzdem sind die Aufgaben manchmal echt unberechenbar. Genau das macht die Matura auch so nervenaufreibend.
Frage: Was überrascht dich an der Matura am meisten?
Veronika: Dass man trotz der ganzen Vorbereitung nie das Gefühl hat, wirklich fertig zu sein. Man denkt ständig, man müsste noch mehr machen.
Frage: Was motiviert dich, wenn es zäh wird?
Veronika: Mich motiviert vor allem der Gedanke, dass ich nach der Matura mit der Schule fertig bin und diesen Abschnitt hinter mir habe. Das gibt mir in schwierigen Momenten den nötigen Antrieb.
Frage: Welchen Rat würdest du zukünftigen Maturant:innen geben?
Veronika: Man sollte sich nicht zu sehr verrückt machen. Die Matura ist machbar, auch wenn sie sich davor viel größer anfühlt. Wichtig ist, rechtzeitig anzufangen, Pausen einzuplanen und sich nicht von jedem schlechten Gefühl sofort aus der Ruhe bringen zu lassen.
Frage: Gibt es noch etwas, das du über diese Zeit sagen würdest?
Veronika: Ja. Auch wenn es oft anstrengend ist, wächst man in dieser Phase irgendwie mit. Am Ende merkt man meistens, dass der Druck größer war als die Prüfung selbst.
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