Richtig lernen: Warum Konzentration mehr ist als nur Ruhe

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Volontärin · BRG Kufstein
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19.11.2025
2 Min.

Die Schuld für schlechte Noten landet schnell bei uns Schülern. „Hast du denn nichts gelernt?", heißt es dann immer. Doch wie lernen wir richtig? Und was macht gutes, konzentriertes Lernen wirklich aus?

Die Macht der Stille hilft beim Lernen. (Foto: Freepik.com)

Lernen funktioniert für alle anders. Manche brauchen absolute Ruhe, andere fühlen sich mit Hintergrundgeräuschen wohler. Doch wie groß ist der Einfluss der Umgebung wirklich und welche Methoden helfen am besten?

Ist gute Konzentration wirklich so wichtig für das Lernen?

Ob in der Küche, am Schreibtisch oder doch im Café mit Freunden: Spielt die Umgebung wirklich so eine große Rolle beim Lernen? Wir befragten unsere Mitschülerinnen und Mitschüler. Dabei stellte sich heraus, dass einige deutlich lieber in einer lebendigen Umgebung lernen, während andere komplette Stille brauchen.

Doch wie merke ich mir den Stoff nun am besten?

Während manche fast ausschließlich über das Gehör lernen, verschriftlichen andere das Gelernte. Auch der visuelle Typ sollte nicht vergessen werden: Viele können sich Dinge besser merken, wenn sie sie sehen, etwa in einer Tabelle oder einer Mindmap. In der Realität lernen jedoch die meisten mit einer Mischung aus allem, von jedem ein bisschen.

In welchen Zeitabschnitten sollten wir Schülerinnen und Schüler lernen?

Aus unseren Befragungen geht hervor, dass sich viele gar nicht so „tot lernen“, wie oft gedacht. Viele konzentrieren sich lieber für kürzere Zeiträume – dadurch bleibt die Aufmerksamkeitsspanne deutlich höher. Also lieber einmal kurz und effektiv lernen, als über eine lange Zeitspanne unkonzentriert.

Ich persönlich habe angefangen, mit bestimmten Frequenzen zu lernen, zum Beispiel binauralen Beats oder ruhigen Hintergrundsounds. Die Idee dahinter: Bestimmte Klangmuster sollen helfen, den Kopf zu beruhigen, Ablenkungen auszublenden und in einen konzentrierteren Zustand zu kommen. Ich setze es immer so um, dass ich zuerst eine Stunde lerne und dann für etwa fünf Minuten 432 Hz höre. Dabei starre ich auf eine Wand, um möglichst viel Ruhe hineinzubekommen.

Woran wir noch denken sollten

Was jedoch bei all diesen Strategien oft vergessen wird: Entscheidend ist nicht nur wie wir lernen, sondern auch wie gut wir uns selbst kennen. Viele Schülerinnen und Schüler probieren Methoden aus, die für andere perfekt funktionieren, bei ihnen selbst aber kaum Wirkung zeigen. Deshalb lohnt es sich, verschiedene Lernumgebungen, Zeiten und Techniken bewusst auszutesten. Mit der Zeit entsteht so ein ganz persönlicher Lernstil, der nicht nur das Lernen erleichtert, sondern auch mehr Freude daran bringt. Denn wer weiß, wie er am besten arbeitet, kann Stress reduzieren und fühlt sich im Schulalltag insgesamt sicherer und selbstständiger.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Wien.

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