Ich erinnere mich gerne an folgende Situation zurück: Es ist kurz vor einem Test, und eine Mitschülerin sitzt neben mir und sagt: „Ich verstehe das einfach nicht.“ Ich nehme mir ein Blatt und erkläre es ihr Schritt für Schritt. Erst schaut sie noch verwirrt, aber plötzlich sagt sie: „Ah, jetzt verstehe ich’s!“ In diesem Moment merke ich, wie viel Spaß es mir macht, anderen etwas beizubringen
Warum ich mir den Beruf vorstellen kann
Ich denke, ich wäre gerne Lehrerin. Schon jetzt ist es oft so, dass ich Freunden oder Mitschülern Dinge erkläre, wenn sie etwas nicht verstehen. Vor allem vor Tests oder bei Hausaufgaben werde ich manchmal gefragt, ob ich helfen kann. Ich versuche dann, es so zu erklären, wie ich es selbst verstanden habe, also eher einfach und nicht zu kompliziert. Wenn ich dann merke, dass die andere Person es plötzlich versteht, freue ich mich richtig. Das ist ein gutes Gefühl, weil ich weiß, dass ich wirklich helfen konnte.
Meine Erfahrungen mit Erklären
Einmal habe ich einer Freundin bei einer Matheaufgabe geholfen, die sie überhaupt nicht verstanden hat. Zuerst habe ich es ihr normal erklärt, aber sie war noch unsicher. Dann habe ich einen anderen Weg ausprobiert und ein Beispiel mit einfachen Zahlen gemacht. Wir haben die Aufgabe gemeinsam Schritt für Schritt durchgerechnet. Es hat länger gedauert, aber ich bin ruhig geblieben und habe versucht, es immer wieder anders zu erklären. Am Ende konnte sie die Aufgabe sogar alleine lösen.
Manchmal nehme ich mir auch extra Zeit, um jemandem etwas ganz einfach zu zeigen und manchmal versuche ich einen andereren Weg zu finden, als es uns unser Lehrer bei gebracht hat. Ich versuche dann geduldig zu bleiben, auch wenn es länger dauert. Ich finde, genau das ist wichtig. Man soll nicht genervt sein, sondern ruhig bleiben und vielleicht einen anderen Weg finden, etwas zu erklären. Jeder versteht Dinge anders, und das habe ich schon oft gemerkt.
Umgang mit Kindern
Außerdem komme ich gut mit Kindern klar. Zum Beispiel habe ich einmal einem jüngeren Kind bei den Hausaufgaben geholfen. Es war zuerst sehr unsicher und wollte kaum etwas sagen, weil es Angst hatte, etwas falsch zu machen. Ich habe mich neben das Kind gesetzt und gesagt, dass Fehler völlig okay sind. Nach einer Weile hat es sich mehr getraut und sogar von sich aus Fragen gestellt. Ich kann mich gut in sie hineinversetzen und nehme sie ernst.
Mir ist wichtig, dass sich niemand dumm fühlt, nur weil er etwas nicht gleich versteht. Ich kenne das selbst, dass man sich manchmal unsicher fühlt in der Schule. Als Lehrerin würde ich deshalb darauf achten, dass die Schüler sich trauen, Fragen zu stellen und keine Angst haben, Fehler zu machen.
So würde ich unterrichten
Wenn ich Lehrerin wäre, würde ich den Unterricht möglichst angenehm gestalten. Ich würde versuchen, Dinge verständlich zu erklären und nicht einfach nur den Stoff „durchzuziehen“. Vielleicht würde ich auch Beispiele aus dem Alltag einbauen, weil das oft hilft, etwas besser zu verstehen. Außerdem wäre mir wichtig, dass nicht alles nur stressig ist, sondern dass man auch ein bisschen Spaß am Lernen hat.
Meine Motivation
Ein weiterer Grund, warum ich mir den Beruf gut vorstellen kann, ist, dass ich weiß, wie sich Stress in der Schule anfühlt. Deshalb würde ich versuchen, eine Lehrerin zu sein, die Verständnis zeigt und die Schüler unterstützt, anstatt noch mehr Druck zu machen. Ich würde wollen, dass sich meine Schüler wohlfühlen und wissen, dass sie Hilfe bekommen, wenn sie sie brauchen.
Insgesamt passt der Beruf Lehrerin für mich, weil er zu meiner Persönlichkeit passt. Ich helfe gerne, ich kann gut erklären und ich habe Geduld. Außerdem finde ich es schön, andere auf ihrem Weg zu begleiten und zu sehen, wie sie Fortschritte machen. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, später einmal Lehrerin zu werden.
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