Für viele Schüler*innen sind Lehrpersonen der Inbegriff von Arbeit und schlechter Laune. Sie haben eine schlechte Reputation, die sie allerdings oft nicht verdienen. Auch außerhalb der Schule genießen sie nicht das Ansehen, das sie eigentlich haben sollten. Denn hinter den manchmal tatsächlich unfair getroffen Entscheidungen oder den elendig langen Arbeitsaufträgen stehen immer noch Menschen, die versuchen uns beizubringen, im Leben zu bestehen.
Was macht einen guten Lehrer aus?
Oft reden wir nur darüber, woran wir eine schlechte Lehrperson erkennen, ob an einer unfairen Beurteilung oder der Unfähigkeit, Dinge gut zu erklären. Doch selten spricht jemand darüber, was eine gute Lehrperson ausmacht. In einem Interview mit Marlene Hiller (17), einer Schülerin an einer HLW, habe ich erfahren, wie sie sich eine gute Lehrkraft vorstellt. „Sie sollte verständnisvoll, mitfühlend, aber trotzdem autoritär sein.“ Ihre Worte sagen viel aus.
Für viele Schüler*innen ist es wichtig, sich verstanden zu fühlen. Verständnis, die Fähigkeit gut zu erklären und vor allem der Wille Unterstützung zu zeigen, sind Qualifikationen, die eine gute Lehrer*in mit sich bringen sollte.
Schule als sicherer Hafen und Lehrer*innen als Vertrauensperson
Lehrer*innen können jedoch auch schnell zu wichtigeren Personen im Leben bestimmter Schüler*innen werden. Oft, wenn sich die Kinder und Jugendlichen zuhause sich nicht mehr zuhause fühlen und sie beispielsweise die Trennung der Eltern erleben oder in Extremfällen sogar Gewalt im Haus, werden Lehrer*innen schnell zu mehr als bloßen Lehrkörpern. Sie können zu Ansprechpersonen und Vertrauten werden, mit denen die Schüler*innen über Probleme sprechen oder wo sie sich wirklich Hilfe holen. Denn auch wenn es oft nicht so wirkt, sind Lehrer*innen Personen, denen die Schüler*innen am Herzen liegen und denen sie sich anvertrauen können.
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