Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich Lazar Samardžić zum ersten Mal begegnete. Es war im Ernst-Happel-Stadion in Wien, beim Länderspiel Serbien gegen Jordanien. Ich war nur ein Fan auf der Tribüne, voller Begeisterung und ein wenig Nervosität. Als das Spiel vorbei war, sah ich plötzlich die Chance, ihm persönlich zu begegnen – dem jungen Talent, dem so viele Experten eine große Zukunft voraussagten.
Lazar war damals noch kaum älter als ich, wirkte aber schon wie ein gestandener Profi. Trotzdem blieb er stehen, lächelte freundlich und machte ein Foto mit mir. Ich nahm all meinen Mut zusammen und fragte ihn, was er mir mitgeben könne, um selbst einmal erfolgreich zu werden.
Er sah mich ernst an und sagte ruhig:
„Gib niemals auf. Mach jeden Tag weiter, egal wie schwer es wird. Ich habe immer hart trainiert, aber vergiss nie, dass die Schule zuerst kommt.“
Diese Worte trafen mich mehr, als er vermutlich ahnte. Er erzählte mir kurz von seiner täglichen Routine, von Disziplin, Training und davon, wie wichtig es sei, ein Ziel zu haben. Ich merkte sofort, dass er nicht nur Talent besaß, sondern vor allem Charakter.
Heute ist Lazar 23 Jahre alt, spielt als Leihspieler bei Atalanta und trägt das Trikot der serbischen Nationalmannschaft. Auf Instagram folgen ihm über hunderttausend Menschen. Er hat seine große Liebe, Sila Enisa, am 20. Juni geheiratet. Geboren wurde er am 24. Februar 2002 in Berlin. Lazar Vujadin Samardžić, wie er vollständig heißt.
Viele sehen in ihm den zukünftigen Kapitän Serbiens. Manche nennen ihn jetzt schon einen der besten Mittelfeldspieler seiner Generation. Vereine bieten hohe Summen für ihn, weil er sich in jedem Spiel aufopfert, weil er führt, kämpft und niemals nachlässt.
Doch das Beeindruckendste an ihm ist nicht sein Talent, nicht sein Ruhm und nicht einmal seine Karriere. Das Beeindruckendste ist, dass er sich selbst treu geblieben ist. Er hat seinem Kindheitstraum nachgejagt, hat das Versprechen gehalten, das er einst seinen Eltern gegeben hat, hart zu arbeiten und alles aus seinem Potenzial herauszuholen.
Und jedes Mal, wenn ich an diese kurze Begegnung im Stadion zurückdenke, weiß ich: Seine Worte waren mehr als nur ein Rat. Sie waren ein Versprechen. Ein Versprechen, das er bis heute einlöst, jeden Tag.
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