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Die Lage im Nahen Osten eskaliert. Eine Entspannung ist nicht in Sicht

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18.03.2026
3 Min.

Ein gezielter Luftangriff auf die Residenz des obersten Führers des Iran erschüttert die Welt. Ali Khamenei kommt dabei ums Leben, zahlreiche hohe Militärs sterben ebenfalls. In den Tagen danach eskalieren die Spannungen: Hunderte Ziele im Iran werden von den USA und Israel angegriffen, das Regime reagiert mit Gegenangriffen auf Stützpunkte im Nahen Osten. Verwirrung und Angst dominieren die Region, während die internationale Gemeinschaft besorgt auf die sich zuspitzende Krise blickt.

Irans ermordeter oberster Führer Ali Khamenei (Foto: By Khamenei.ir, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=171262266)

Der 28. Februar 2026. Die Residenz des obersten Führers des Iran, Ali Khamenei, explodiert. Verwirrung herrscht zunächst, doch Stunden später ist klar: Der Luftangriff wurde von Israel durchgeführt, und Khamenei ist getötet. Die CIA hatte ihn zu diesem Zeitpunkt geortet. Bei dem Anschlag kommen auch Pakpour, Führer der Revolutionsgarden, und Mousavi, Chef der Armee, ums Leben. Doch damit nicht genug: Bis zum 3. März werden über 2000 Ziele im Iran von den USA und Israel angegriffen.

Das Regime im Iran reagiert bald darauf vor allem mit Angriffen auf US-Stützpunkte in verbündeten Ländern wie Israel, Jordanien, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain, den VAE und Oman. Die Lage droht zu eskalieren.

Der Nahe Osten in Aufruhr

Die USA greifen nicht nur Ziele an Land an. Die Operation „Epischer Zorn“, wie die Angriffswelle genannt wird, richtet sich auch gegen die iranische Marine. Am 4. März erklärte Admiral Brad Cooper, die USA hätten bislang „17 iranische Schiffe zerstört, darunter das einsatzstärkste iranische U-Boot, das jetzt ein Loch in seiner Seite hat.“

Ein Druckmittel des Iran in der Weltpolitik ist die Straße von Hormus. Am 28. Februar wurde die Meerenge zwischen Oman und Iran faktisch gesperrt, da der Iran droht, Öltanker, die die Straße passieren, anzugreifen. Die Straße ist ein entscheidender Knotenpunkt für den weltweiten Öl- und Gashandel, sodass dieser wirtschaftliche Druck eine mächtige Waffe für den Iran darstellt.

Die internationale Perspektive

Auch in den internationalen Beziehungen spielt der Krieg eine zentrale Rolle. Die EU unterstützt größtenteils die USA, kritisiert aber zugleich den Völkerrechtsbruch durch den Angriff auf den Iran. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, „man solle keine Tränen um das iranische Regime vergießen“, forderte aber gleichzeitig eine Deeskalation und Verhandlungen.

Ähnlich äußerte sich Kremlchef Putin im Telefongespräch mit Präsident Trump, er sprach sich für eine „rasche politische und diplomatische Lösung des Iran-Konflikts“ aus. Die erhofften Resultate sind jedoch fraglich, denn Russland und der Iran arbeiten schon länger eng zusammen. So schickte Khamenei zu Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine Drohnen und anderes Kriegsgerät, um auf der Seite Russlands zu kämpfen.

Hoffnung und Wut

Seit dem Anschlag gibt es weltweit Proteste. Besonders im Iran sind die Gefühle gespalten: Einige bejubeln die Angriffe und feiern den Tod Khameneis, andere trauern und demonstrieren gegen die USA und Israel. Die Stimmung gegen das Regime ist nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass dieses Regime kürzlich 17.000 junge Erwachsene getötet und Frauen systematisch unterdrückt hat.

Zukunftsaussichten

Für den Iran gibt es mehrere Szenarien: Der interne Widerstand gegen das Regime wird wahrscheinlich nicht aufhören, was das Regime stark belasten könnte. Ein Zusammenbruch des Systems ist möglich. Alternativ könnte das Land auch militärisch unterlegen zusammenbrechen, oder der Konflikt endet nach Verhandlungen mit der neuen Führung. Das schlimmste Szenario wäre eine Einmischung anderer Großmächte wie China oder Russland, was wahrscheinlich einen dritten Weltkrieg auslösen würde – derzeit jedoch eher unwahrscheinlich.

Die Zukunft in der Golfregion ist weiterhin ungewiss. Viele Kräfte und Interessen sind hier im Spiel, was die Lage besonders kompliziert macht. Von diesem Krieg werden wir vermutlich noch lange hören.

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