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Kreieren statt konsumieren: Mein digitales Vorbild Emma Chamberlain

Sie spricht offen über ihre frühere Handysucht oder über den Hass, der ihr manchmal entgegenschlägt. Dabei bleibt sie immer authentisch. Emma Chamberlains Vater ist Künstler, er malt und verkauft Ölbilder, und auch sie lebt als Influencerim und Unternehmerin Kreativität vor. Deshalb ist Emma mein digitales Vorbild.

Emma Chamberlain
Emma Chamberlain, Gründerin & Host des Podcasts "Anything Goes with Emma Chamberlain" (Foto: IMDb)

Ein digitales Vorbild zu haben, ist wichtig, gerade in Zeiten von ChatGPT, Influencern, Social Media & Co. Jemanden, der uns lehrt, wie wir das Internet sinn- und verantwortungsvoll nutzen können.

Ich habe lange überlegt, wer mein digitales Vorbild sein könnte, und bin (ironischerweise) auf eine Person gestoßen, die in ihrem Beruf tagtäglich mit verantwortungsvollem Umgang im Netz konfrontiert ist. Der ein oder andere hat vielleicht schon von ihr gehört.

Es begann als Spaß

Begonnen hat für Emma Chamberlain alles mit einem YouTube-Account, den sie im Alter von siebzehn Jahren startete. Was als Spaß begann, wurde schließlich zu ihrem Job.

Die 24-jährige gebürtige Kalifornierin ist nicht nur eine erfolgreiche Influencerin, sondern auch Gründerin eines Kaffee-Unternehmens, Chamberlain Coffee. Ihr aktueller Schwerpunkt liegt bei ihrem Podcast "Anything Goes with Emma Chamberlain".

Ich selbst bin seit circa vier Jahren treue Hörerin ihres Podcasts auf Spotify, denn die Themen wechseln sich stets ab. Egal, ob sie gerade über Mode redet, weil sie vor kurzem die Paris Fashion Week besucht hat, oder ob es ihre sogenannten "Advice Sessions" sind, bei denen die Hörerinnen von ihren aktuellen Dilemmas erzählen und Ratschläge erhalten, ihr hört man gerne zu.

Bewusste Nutzung der sozialen Medien

Was dabei immer mehr zum Thema für Emma selbst wird, ist die bewusste Nutzung der sozialen Medien und des Internets. Sie redet offen über ihre frühere "Handysucht", etwa darüber, wie sich ein Zweithandy ohne jegliche Apps angeschafft hat, das nur für die Arbeit dient.

Auch das Thema Kreativität spielt eine Rolle. Chamberlains Vater, ein eher unbekannter Künstler, der Ölgemälde malt und verkauft, tritt auch immer wieder im Podcast in Erscheinung, und Emma selbst appelliert an ihre Hörerinnen immer wieder, mehr zu kreieren, anstatt zu konsumieren.

Besonders ermutigend finde ich, dass eine Frau wie Emma, deren Beruf es ist, sich stets im Internet zu präsentieren, trotzdem so transparent und authentisch rüberkommt. Sie erzählt von Hass, den sie täglich erlebt, und darüber, wie sie sich davon abgrenzen und eine gesunde Balance zwischen Internet und "Real Life" finden kann.

"If somebody has a bad reputation on the internet or if they have a really good reputation on the internet, I don't care. I want to meet said person and make up my mind for myself, and then go from there."

„Ob jemand im Internet einen schlechten Ruf hat oder einen sehr guten, das ist mir egal. Ich will diese Person treffen, mir selbst ein Bild machen und dann entscheiden, wie ich damit umgehe.“ Das ist ein Zitat aus Emma Chamberlains Podcast, das mir in Erinnerung geblieben ist. Denn egal, wie eine Person im Internet dargestellt wird oder sich selbst darstellt, kann man sich erst dann selbst eine Meinung über die Person bilden, wenn man sie selber trifft.

Emma Chamberlain, Gründerin & Host des Podcasts "Anything Goes with Emma Chamberlain"




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