Krebs kann nicht jeder bekommen, oder?

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Volontärin · HLA Baden
25.02.2026
2 Min.

Man denkt oft, es trifft immer nur „die anderen“. Doch Krebs kann plötzlich Teil des eigenen Lebens werden und stellt alles auf den Kopf. Wie Menschen damit umgehen und welchen Kampfgeist sie entwickeln, zeigt, wie zerbrechlich und gleichzeitig stark das Leben sein kann.

Hoffnung und Heilung: Krebs besser verstehen (Foto: Shutterstock)

Ein Bekannter von mir bekam die Diagnose Darmkrebs. Für ihn brach in diesem Moment alles zusammen. Er hatte große Angst, war unsicher und konnte oft nicht schlafen. Viele Fragen gingen ihm durch den Kopf: Wie schlimm ist es? Werde ich wieder gesund?

Erst nach und nach verstand er, was Krebs eigentlich bedeutet und wie die Behandlung abläuft.

Wissenschaftler:innen forschen schon seit vielen Jahren an Krebs. Sie untersuchen, warum sich Zellen plötzlich unkontrolliert teilen. Normalerweise steuert der Körper das Wachstum der Zellen selbst. Bei Krebs funktioniert diese Kontrolle nicht mehr. Genau das versucht die Forschung besser zu verstehen, um neue und wirksamere Therapien zu entwickeln.

Personalisierte Medizin

Mein Bekannter merkte schnell, dass nicht jede Krebserkrankung gleich behandelt wird. Jede Therapie wird individuell angepasst. Das nennt man personalisierte Medizin.

Zum Beispiel wird Brustkrebs anders behandelt als Darmkrebs. Aber auch das Alter, das Stadium der Krankheit und der allgemeine Gesundheitszustand spielen eine wichtige Rolle. Deshalb bekam auch er einen Behandlungsplan, der genau auf seine Situation abgestimmt war.

Wichtige Behandlungen bei Krebs

Je nach Krebsart und Stadium gibt es verschiedene Möglichkeiten der Behandlung. Oft wird der Tumor durch eine Operation entfernt. Zusätzlich kann eine Chemotherapie eingesetzt werden. Dabei bekommt man Medikamente, die Krebszellen im ganzen Körper bekämpfen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Strahlentherapie. Hier wird der Tumor gezielt bestrahlt, um Krebszellen zu zerstören. Es gibt auch moderne Behandlungen wie die Immuntherapie oder die zielgerichtete Therapie. Diese Medikamente greifen bestimmte Eigenschaften der Krebszellen an. Bei manchen Krebsarten wird außerdem eine Hormontherapie angewendet. Bei bestimmten Blutkrebserkrankungen kann eine Stammzelltransplantation notwendig sein.

Auch mein Bekannter musste mehrere Therapien durchstehen. Die Behandlungen waren anstrengend und haben ihn viel Kraft gekostet. Trotzdem gaben sie ihm das Gefühl, aktiv gegen die Krankheit zu kämpfen.

Wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, hilft die Palliativtherapie. Sie sorgt dafür, Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Die gesamte Behandlung wird immer von einem Ärzteteam geplant und begleitet.

Der Kampf mit sich selbst

Neben der körperlichen Belastung war vor allem die seelische Belastung schwer für ihn. Die Angst war sein ständiger Begleiter. Doch mit der Zeit lernte er, besser mit der Situation umzugehen. Die Unterstützung durch Ärzte, Pflegekräfte, Familie und Freunde gab ihm neue Kraft und Hoffnung.

Krebs kann jeden treffen, egal ob jung oder alt. Ein gesunder Lebensstil mit Bewegung, ausgewogener Ernährung und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen kann helfen, das Risiko zu verringern.

Durch die Erfahrung meines Bekannten habe ich verstanden, dass hinter jeder Diagnose ein Mensch mit Gefühlen, Ängsten und Hoffnungen steht. Und oft ist es genau diese innere Stärke, die im Kampf gegen den Krebs am meisten zählt



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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die medizinische Universität Wien.

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