Aufstehen, Zähne putzen, in die Schule gehen, im Krankenhaus behandelt werden. Unnormal? Leider ist das für ungefähr tausend Kinder der Alltag. Denn wenn man als Kind einen Tumor bekommt, muss man diesen mit Chemotherapien, Bestrahlungen oder Operationen behandeln. Oft verliert man durch den Tumor verschiedene Fähigkeiten, wie zum Beispiel verschiede Sinne, Fähigkeiten oder körperliche Erscheinungen, wie zum Beispiel Haare. Für ein Kind klingt das nicht gerade nach einer optimalen Kindheit. Aber jetzt mal ein paar Fakten.
Wie viele Kinder sind betroffen?
Auf der ganzen Welt bekommen ungefähr 400.000 Kinder im Jahr Krebs. Das heißt, täglich erkranken ungefähr 1000 Kinder an Krebs. Zum Glück ist es in Österreich um einiges weniger, 300 Kinder und Jugendliche bekommen im Jahr eine Krebs-Diagnose. Da es in Österreich 2 Millionen Kinder gibt, ist das eine gute Bilanz. Aber für die Betroffenen macht das leider keinen Unterscheid.
Aber Was ist Krebs eigentlich?
Die Tumorerkrankung entsteht, idem Zellen „verrücktspielen“. Die Zellen ignorieren Wachstumssignale, vermehren sich ungebremst, und befallen weitere Zellen. So entsteht ein Tumor. Das passiert manchmal zufällig, kann aber auch durch andere Krankheiten wie den HPV-Virus ausgelöst werden. Manche Aktivitäten, wie Rauchen, erhöhen jedoch das Risiko auf eine Erkrankung. Dabei ist wichtig zu erwähnen, viele Menschen, die rauchen bekommen keinen Krebs, und manche Menschen, die noch nie geraucht haben, bekommen einen Tumor. Man unterscheidet außerdem bösartige und gutartige Tumoren.
Können Kinder Krebs überleben?
In Österreich sieht die Statistik gut aus. Ungefähr 80% der Betroffenen Kinder werden geheilt! Aber in ärmeren Ländern sieht es leider schlechter aus. Dort schaffen es nur 30-40% die Krankheit zu überstehen. Das liegt an zu späten Diagnosen, wenig Medikamenten und nahezu keinen Krankenhäusern. Lebens- gefährlich werden oft Hirntumoren, oder sehr aggressive Arten. Obwohl sich das jetzt ganz gut anhört, Krebs ist bei Kindern zwar selten, aber trotzdem die häufigste krankheitsbedingte Todesursache.
Wie fühlt es sich an Krebs zu haben?
Betroffene reden von einem Zusammenbruch ihrer Welt: Angst, Sorgen und Unwissenheit prägen solch eine Zeit. Der Weg zur Genesung ist hart, steinig und lang. Man ist oft im Spital, und muss Chemotherapien, Bestrahlungen und Eingriffe aushalten. Doch am Horizont sieht man sein Ziel: Genesung. Greifbar und doch so weit weg. Es fühlt sich so an, als ob das Schicksal mit dem eigenen Leben spielt. Betroffene erzählen oft von der Hilfe von Verwandten, ohne die sie in ein tiefes Loch gefallen wären. Der tägliche Kampf um ein Menschenleben, schädigt die Psyche einer ganzen Familie. Deshalb sind Ärzte, Psychologen und Freunde auch so wichtig. Leider muss ich auch aus Erfahrung sprechen.
Krebsforschung
Ich glaube nach diesen Sätzen ist jedem bewusst, dass Krebs ein Schlag in die Magengrube für jeden ist. Ob betroffen oder angehörig, es beeinflusst stark das alltägliche Leben. Deshalb ist wohl jedem klar: Krebsforschung betrifft alle. Es könnten ganz neue Behandlungen entwickelt werden, altbekannte verbessert oder mit Impfungen die Krankheit ganz vorgebeugt werden. Eine kleine Spende kann für Betroffene schon Welten bewegen! Ein wichtiger Fortschritt der letzten Jahre war die Immuntherapie. Damit wird das eigene Immunsystem angeregt Krebszellen gezielt anzugreifen. Und durch Erfahrungen wurden auch viele Therapien von Leukämie und Lymphomen verbessert. Lasst uns gemeinsam die Daumen drücken für Betroffene und für die Krebsforschung!
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