Mehr als 200 Kinder unter 15 Jahren erkranken jährlich an Krebs: Wenn Forschung Hoffnung gibt

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Volontärin · borg Linz
19.02.2026
2 Min.

Krebs betrifft nicht nur ältere Menschen, auch Kinder und Jugendliche sind davon nicht verschont. In Österreich leben Anfang 2025 rund 409.900 Menschen mit der Diagnose, und allein 2022 wurden etwa 223 Neuerkrankungen bei Kindern unter 15 Jahren registriert. Die gute Nachricht: Dank intensiver Forschung überleben heute rund 85 Prozent der jungen PatientInnen mindestens fünf Jahre nach der Diagnose.

Die Heilungschancen werden immer höher. (Foto: National Cancer Institute)

Wenn wir an Krebs denken, denken wir oft zuerst an ältere Menschen. Wir verbinden die Krankheit mit langen Krankenhausaufenthalten, schweren Therapien und Schicksalen, die uns weit weg erscheinen. Doch Krebs macht vor keiner Altersgrenze halt, auch Kinder und Jugendliche können erkranken. Diese Realität betrifft uns alle, direkt oder indirekt, und zeigt, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

In Österreich lebten laut Statistik Austria Anfang 2025 etwa 409.900 Menschen mit einer Krebserkrankung. Die meisten davon sind zwar älter, dennoch gibt es auch deutliche Fälle in jüngeren Altersgruppen. Laut dem European Cancer Inequalities Registry wurden in Österreich im Jahr 2022 rund 223 Neuerkrankungen bei Kindern unter 15 Jahren geschätzt.

Bei Jugendlichen treten vor allem bestimmte Krebsarten auf, darunter Leukämie, Tumore des zentralen Nervensystems und Lymphome. Die Expertin Eva Schernhammer weist in einem Artikel von Profil darauf hin, dass Krebserkrankungen insgesamt zunehmen. Hinter diesen Zahlen stehen jedoch echte Menschen, Familien und Geschichten – wir sollten sie nicht nur als Statistik betrachten.

Forschung rettet Leben

Trotz der erschreckenden Diagnosen gibt es auch positive Entwicklungen. Die moderne Krebsforschung hat die Überlebenschancen von Kindern und Jugendlichen deutlich verbessert. In Österreich überleben heute rund 85 Prozent der jungen Patient:innen mindestens fünf Jahre nach der Diagnose, wie das Gesundheitsportal berichtet.

Forschungseinrichtungen leisten dabei einen entscheidenden Beitrag. Das St. Anna Kinderkrebsforschung in Wien arbeitet intensiv an neuen Behandlungsansätzen und sorgt dafür, dass Forschungsergebnisse direkt in die Praxis einfließen. Durch diese Verbindung von Labor und Klinik steigen nicht nur die Heilungschancen, sondern auch die Lebensqualität junger Patient:innen.

Krebs kann uns also alle betreffen, unabhängig vom Alter. Auch wenn junge Menschen seltener erkranken, ist es wichtig, dass wir uns gemeinsam mit dem Thema beschäftigen. Forschung und medizinischer Fortschritt prägen unsere Zukunft und eröffnen Hoffnung für alle Betroffenen.

Krebsforschung bedeutet nicht nur neue Therapien, sondern auch mehr Lebenszeit und bessere Lebensqualität. Sie zeigt uns, wie entscheidend Neugier, Engagement und gesellschaftliche Unterstützung sind.

Jeder Fortschritt beginnt damit, dass wir uns informieren, interessiert bleiben und gemeinsam daran arbeiten, Krankheiten besser zu verstehen und wirksamer zu behandeln. Denn hinter jeder Zahl steht ein Leben – und jeder Fortschritt kann einen Unterschied machen.





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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die medizinische Universität Wien.

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