Klimawandel: Wir schaffen das noch

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Volontär · BG / BRG Schwechat
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21.07.2026
3 Min.

Überall hört man nur noch Weltuntergang, Extremwetter und Rekordhitze. Da fragt man sich zu Recht, ob wir überhaupt noch eine Chance haben. Meine klare Antwort lautet Ja. Wenn wir aufhören zu erstarren und endlich kapieren, was wir schon alles bewegen können.

Dürre oder Blüte. Wir stehen an der Weggabelung und bestimmen mit unserem Handeln, welche Zukunft wir Wirklichkeit werden lassen. (Foto: Foto via Pixabay (ELG21))

Schluss mit der Weltuntergangsstimmung. Wenn ich heute die Nachrichten höre, fühlt es sich oft so an als ob die Menschheit schon verloren hätte. 1,5 Grad überschritten, Dürren, Überschwemmungen. Man bekommt das Gefühl, wir steuern mit Vollgas gegen die Wand und können nur noch zusehen. Aber ganz genau diese Dauerpanik lähmt uns doch nur. Wer glaubt, dass schon alles zu spät ist, lehnt sich zurück und tut gar nichts mehr. Und genau das können wir uns absolut nicht leisten.

Ich bin überzeugt, dass wir das noch schaffen. Nicht weil ich ein naiver Berufsoptimist bin, sondern weil die Fakten und viele kluge Köpfe genau das bestätigen.


Was die Wissenschaft wirklich sagt

Es ist doch spannend. Die Medien zitieren Forscher meistens dann, wenn es um Katastrophen geht. Aber schaut man genauer hin, warnen dieselben Experten vor verfrühtem Aufgeben und falscher Panik.

Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung kritisierte im Spiegel genau dieses Denken. Er erklärt dort, dass der Klimawandel kein Schwarz Weiß Szenario ist, bei dem ab einer bestimmten Schwelle plötzlich alles verloren ist. Es geht um jedes Zehntelgrad Erwärmung. Rahmstorf stellt klar, dass Resignation wissenschaftlich unbegründet ist und Aufgeben nur die bequemste Haltung darstellt. (Nachzulesen im Spiegel Artikel: www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/jonathan-franzen-klimawandel-essay-offenbart-falsches-schwarz-weiss-denken-a-1a0a5afa-4c92-437f-9162-3496c5d8ab37)

Auch der Klimawissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) Anders Levermann betont in seinen Veröffentlichungen regelmäßig, dass Begriffen wie Apokalypse oder Untergang die fachliche Grundlage fehlt. Er stellt klar, dass wir in einer ernsten Krise stecken, die wir stoppen müssen, dass Panik aber der völlig falsche Begleiter ist. ( Quelle www.die-klimaschutz-baustelle.de/klimawandel_zitate_aktuell.html)

Die Ökonomin und Expertin Claudia Kemfert beschreibt in der taz, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit Rekordtempo aufnimmt. Sie betont dort, dass saubere Energie schneller wächst als jede andere Form der Energieversorgung und dass echtes Handeln die beste Medizin gegen Ohnmachtsgefühle ist. (Quelle taz.de/Transformation-der-Energieversorgung/!6161399)

Selbst im Jugendmagazin Fluter erklären Fachleute wie der Umweltpsychologe Immo Fritsche, warum wir diese Zuversicht brauchen, um überhaupt aktiv zu werden:

„Hohe Risiken zu kommunizieren motiviert insbesondere, wenn die Leute gleichzeitig das Gefühl haben, ich kann etwas tun.“ (Quelle https://www.fluter.de/hoffnung-resignation-klimawandel)


Ein Smiley auf einem Baumstamm aufgezeichnet

Foto via fluter Website


Warum mir der Alltag Hoffnung macht

Wenn ich mich umsehe, sehe ich diese Veränderung längst. Schaut euch doch mal um. Vor zehn Jahren war ein Elektroauto oder eine Fotovoltaikanlage am Dach eines Einfamilienhauses eine absolute Seltenheit. Heute ist das fast schon Standard. Ganze Städte bauen Radwege aus, die Öffis werden Schritt für Schritt besser und in den Supermärkten gibt es mittlerweile mehr pflanzliche Alternativen als je zuvor.

Das passiert nicht weil eine Regierung es uns aufzwingt, sondern weil die Menschen es wollen. Die Technologie ist da, sie wird von Tag zu Tag billiger und effizienter. Windenergie und Sonnenenergie sind heute in den meisten Teilen der Welt bereits die günstigste Art Strom zu erzeugen. Die Wende hat längst begonnen sie läuft nur manchmal leiser ab als die lauten Hysterie Meldungen im Fernsehen.


Mein Fazit lautet wir haben das Lenkrad in der Hand

Der Klimawandel ist kein Meteorit, der unaufhaltsam auf die Erde stürzt und gegen den wir hilflos sind. Er ist ein hausgemachtes Problem. Und was der Mensch verursacht hat, kann der Mensch auch wieder korrigieren. Jeder Zehntelgrad Erwärmung, den wir verhindern, zählt und spart Menschenleben sowie Ökosysteme.

Es wird kein einfacher Weg und wir müssen schnell sein, keine Frage. Aber zu sagen, wir schaffen das nicht mehr, ist einfach eine feige Ausrede. Wir haben das Wissen, die Technik und das Geld. Jetzt müssen wir es nur noch anpacken, und zwar nicht aus Angst vor dem Untergang, sondern aus Lust auf eine bessere und sauberere Zukunft.






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