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Klimaschutz ist keine Privatsache: handeln muss die Politik

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TOP 50 Autorin
Volontärin · BG / BRG Schwechat
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16.08.2026
3 Min.

Der Klimawandel ist im vollem Gange und wird immer extremer. Der Bevölkerung ist eigentlich bewusst, dass etwas passieren muss. Doch die Verantwortung trägt nicht sie, sie liegt bei der Politik.

Klimaschutz geht uns alle was an. Doch nicht jeder kann gleich viel Einfluss haben. (Foto: Claire Tiamiou)

Der Klimawandel ist schon längst kein Problem für die Zukunft mehr. Er findet jetzt gerade statt.Hitzewellen, extreme Wetterereignisse und steigende Temperaturen zeigen, dass sich unser Klima verändert. Gleichzeitig wird immer wieder darüber diskutiert, wie man diese Wandlung stoppen kann und weitere Schäden zu verkleinern. Oft wird dann immer mit Sätzen wie: „ Du musst“ oder „Ihr sollt“ um sich geworfen. Doch ich finde, dass die Hauptverantwortung nicht bei uns Bürgerinnen und Bürgern liegt, sondern bei der Politik. Denn nur sie hat die Macht, Veränderungen in einem Ausmaß durchzusetzen, das wirklich etwas bewirken kann.

Klimaschutz braucht Regeln

Wir als einzelne Personen können unser Verhalten ändern, aber wir können keine Gesetze beschließen. Wir können nicht darauf schauen, dass die Anderen ihr Verhalten auch anpassen. Ohne Regeln bleibt nachhaltiges Verhalten oft eine freiwillige Entscheidung einzelner Menschen. Und genau das, ist das Problem. Klimaschutz muss durch politische Maßnahmen verbindlich werden, um noch etwas bewirken zu können. Wenn zum Beispiel, ein Unternehmen große Mengen an CO₂ ausstößt, kann ich als Einzelperson meinen eigenen Konsum verändern und die Firma boykottieren – ich kann aber nicht bestimmen, wie dieses Unternehmen produziert. Die Politik hingegen kann dafür gesetzliche Vorgaben schaffen.

Nachhaltigkeit effizienter machen

Von der Gesellschaft zu verlangen, klimafreundlich zu leben, ist außerdem schwierig, wenn unser Leben und Verhalten nun einfach nicht darauf ausgelegt ist. Wer beispielsweise auf das Auto verzichten möchte, braucht einen zuverlässigen und leistbaren öffentlichen Verkehr. Menschen die in abgelegeneren Dorfregionen leben, einfach zu sagen „Hört auf so viel mit dem Auto zu fahren“ ohne jegliche Verbesserung des Öffi- Systems, hat keinen Sinn. Wer auf erneuerbare Energie setzen möchte, braucht entsprechende Infrastruktur. Genau diese Infrastruktur kann aber nicht von den einzelnen Bürgerinnen und Bürgern geschaffen werden. Die Politik kann die Voraussetzungen schaffen, damit nachhaltiges Verhalten überhaupt einfacher und für möglichst viele Menschen möglich wird.

Wir selbst können nur wenig tun

Natürlich können auch wir als Bürgerinnen und Bürger etwas beitragen. Es macht einen Unterschied, ob jemand ständig fliegt, unnötig konsumiert oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt. Trotzdem sehe ich darin nicht die Hauptverantwortung. Diese liegt ganz klar bei der Politik. Wir geben den dafür zuständigen Menschen ja nicht ohne Grund die Macht dazu. Den damit verbundenen Verantwortungen müssen sie als Politiker und als „durchführung Kraft der Gesellschaft“ nachkommen. Ein einzelner Mensch kann nicht entscheiden, welche Energie ein Unternehmen verwendet oder wie viele Emissionen eine Fabrik verursacht. Genau deshalb überzeugt mich das Argument nicht, dass jede und jeder Einzelne einfach sein Verhalten ändern müsse.

Die Politik muss handeln

Die Politik ist für den Klimaschutz zuständig. Nur sie kann verbindliche Veränderungen für die gesamte Gesellschaft durchzusetzen.Für mich ist deshalb klar: Klimaschutz darf nicht davon abhängen, ob sich einzelne Menschen freiwillig besonders umweltbewusst verhalten. Bloß wie bekommen wir unsere Politiker dazu, endlich genug zu handeln?















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