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Sind Kühe Klimakiller?

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28.11.2025
2 Min.

Dieses Vorurteil hält sich hartnäckig, doch die Wirklichkeit ist eine andere: Heimische Rinder erhalten Kärntens offene Kulturlandschaften, unterstützen die regionale Kreislaufwirtschaft und zählen laut EU-Studie zu den führenden Klimaschützern Europas.

Kühe "killen" die Umwelt sicher nicht (Foto: Shutterstock)

Immer wieder hören wir im alltäglichen Leben, dass Kühe Klimakiller wären. Doch mal ehrlich, wer trägt dazu bei, dass unsere landwirtschaftlichen Flächen nicht verwachsen und unsere Naturlandschaft geschützt wird?

Es sind nicht die Wanderlustigen oder Touristen, die ihre Fußstapfen in die Erde treten und etwa noch Müll am Boden liegen lassen. Nein! Dafür sind Landwirte und ihre Tiere verantwortlich, die täglich ihre Arbeit leisten, um uns ein natürliches Leben und eine Kreislaufwirtschaft zu bieten. Wertvolle Informationen bietet die Online-Presse-Ausgabe des Ökosozialen Forums Kärnten.

Für das österreichische Bundesland Kärnten zeigt eine Studie der EU-Kommission, dass heimische Rinderhalter die beste CO₂-Bilanz Europas abliefern. Europaweit liegt die Kuhmilch in Österreich weit vorn im Klimaschutz-Ranking. Die heimischen Milchbauern stoßen im Durchschnitt rund 40 % weniger CO₂ aus als die anderen EU-Länder. Daher gelten sie auch als Klimaschutz-Europameister. Nun stellt sich die Frage, warum das so ist.

Heimische Rinderhaltung schützt Klima und Landschaft

Ein wichtiger Grund ist, dass bei heimischer Rinderhaltung kaum Transportwege nötig sind. Außerdem fressen die Rinder hier hauptsächlich Gras von Wiesen und Weiden. Dieses Gras können nur Tiere in Nahrung für den Menschen umwandeln, wir Menschen könnten es nicht direkt essen. In Kärnten sind etwa 70 % der landwirtschaftlichen Flächen Grünland. Durch die Rinderhaltung wird diese Kulturlandschaft gepflegt und erhalten. Würde man auf diese Lebensmittel verzichten, wären diese Flächen ungenutzt, eine Verschwendung wertvoller Ressourcen.

Das farb- und geruchlose Gas Methan wird oft von Nicht-Landwirten als besonders schlimm dargestellt. Zwar ist Methan etwa 84-mal klimawirksamer als CO₂, aber man sollte nicht vergessen, dass es in der Atmosphäre schnell abgebaut wird. CO₂ dagegen sammelt sich über viele Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte an.

Nachhaltige Landwirtschaft für die Zukunft

In der Zukunft der Kärntner Landwirtschaft ist es wichtig, auf eine regionale, bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft zu setzen, die natürlich genutzt und nicht ausgebeutet wird. Dabei gilt wiederum ein Appell an unsere Konsumentinnen und Konsumenten: heimisch und bewusst einkaufen. Nur so können wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.



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