Als Kind bekam ich jeden Sonntag zwei Euro Taschengeld. Das war nicht viel, aber ich freute mich jede Woche darauf, da es für mich eine große Bedeutung hatte. Mein Papa erklärte mir, dass ich selbst entscheiden kann: sofort ausgeben oder sparen. Wenn ich mein Geld gut einteilte und genügend gespart hatte, wurde mein Taschengeld mit der Zeit erhöht.
Einmal, als ich noch klein war, wollte ich mir unbedingt eine Barbie-Puppe kaufen. Ich hatte das Geld dabei, habe dann aber daran gedacht, dass ich eigentlich für etwas Größeres sparen wollte und habe es schließlich doch nicht ausgegeben. Von meinem Papa habe ich gelernt, dass Geduld sich auszahlt und dass man nicht alles sofort kaufen muss, nur weil man es gerade möchte.
Mein Vater hat's mir vorgezeigt
Mein Vorbild im Umgang mit Geld ist daher mein Papa. Ich bewundere gerade ihn, weil er mir schon früh gezeigt hat, wie wichtig es ist, bewusst mit Geld umzugehen. Er hat mir nie einfach nur gesagt, was ich tun soll, sondern er brachte mir durch kleine Gewohnheiten und Beispiele bei, wie man klug handelt. Ein Satz, den ich oft von meinem Papa gehört habe, war: „Geld wächst nicht auf Bäumen.“ Früher lachte ich immer über den Spruch, aber mit der Zeit habe ich verstanden, was er wirklich meinte: Man muss sorgfältig damit umgehen.
Besonders geprägt hat mich, als ich angefangen habe, Zwei-Euro-Münzen zu sammeln. Ich habe mir immer genau die Rückseiten angeschaut und mich darüber gefreut, wenn ich neue Motive entdeckt habe. Am meisten gefreut habe ich mich, wenn ich eine ganz neue oder glänzende Zwei-Euro-Münze bekommen habe. Ich habe sie dann oft extra behalten und nicht ausgegeben, weil sie für mich etwas Besonderes war. Und ich muss zugeben: Bis heute mache ich das noch. Es erinnert mich an meine Kindheit und daran, wie alles begonnen hat.
Achtsamkeit ist wichtig
Seit meiner Kindheit achte ich darauf, dass ich mein Geld sinnvoll einteile. Ich vergleiche Preise, überlege mir gut, ob ich etwas wirklich brauche, und spare regelmäßig. Gleichzeitig habe ich auch das Gegenteil gelernt: Geld ist nicht nur zum Sparen da, sondern es ist auch wichtig, manchmal großzügig zu sein und sich selbst eine Freude zu machen.
In meinen Augen geht mein Papa besonders klug mit Geld um, weil er immer die Balance hält: sparen, planen, aber auch genießen. Genau das versuche ich heute umzusetzen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das eine wichtige Lektion für mich war und dass ich diese später auch an meine Kinder weitergeben möchte. Sein Umgang mit Geld hat mich geprägt und zeigt mir bis heute, dass man mit den richtigen Einstellungen viel erreichen kann.
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