Als Kontinent, der weg von fossiler Energie will, müssen wir alles daran setzen, das zu schaffen. Das heißt massiver Ausbau von erneuerbaren Energien. In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass das nicht ausreichen wird.
Die gefährliche Doppelmoral, zu behaupten, erneuerbare Energien ausbauen zu wollen und gleichzeitig eine „grüne“ Energiequelle aus politischem Willen fast völlig zu negieren, kommt uns gerade teuer zu stehen. Angesichts der Auswirkungen unserer Abhängigkeit von Öl und Gas bereuen wir all die versäumten Schritte und Rückschritte bei fossil bitter.
Leicht zu erraten, kritisiert dieser Artikel die Abkehr von der Atomkraft. Denn mit jedem Atomkraftwerk, das vom Netz ging, verkauften wir ein Stück unserer Freiheit.
Zurück zur Atomkraft
Die Vorzüge der Atomkraft sind eine konstante, massenfähige, Co2-freie Energiequelle. Dennoch wird Atomkraft als dreckig, gefährlich und angsteinflößend angesehen. Diese Sicht der Dinge macht auch Sinn. Atomkraftwerke sind komplex, es passierten Unfälle an Reaktoren, Atommüll ist ein ungelöstes Problem und Strahlung macht Menschen Angst. Dadurch wurde das Thema stark emotionalisiert, was uns zum Idealismus zurückführt.
Pragmatisch gesehen ist an diesen Kritiken wenig dran. Atomkraft ist sicher, das ist ein Fakt. Chernobyl passierte nicht im Regelbetrieb, sondern bei einem Reaktortest. Außerdem kann man einen Reaktor aus den 50er-Jahren, der in Chernobyl in Betrieb war, nicht mit einem modernen, westlichen Reaktor vergleichen.
Prolem Atommüll
Bleibt nur noch das Problem des Atommülls. In Finnland soll heuer das weltweit erste Atommüll-Endlager in Regelbetrieb gehen und auch die Schweiz hat schon ausgereifte Pläne dazu. Das zeigt, das es möglich ist, ein Endlager zu finden. Problematisch bleibt der Atommüll trotzdem.
Es wird Zeit zu überdenken, ob wir scheinheilige Klima-Doppelmoral wollen oder das Problem doch lieber mit allen Mitteln, die uns zu Verfügung stehen, angehen
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