Kein "letztes Mal": Wenn etwas ohne Abschied einfach so aufhört

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Volontärin · BRG Kufstein
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16.06.2026
1 Min.

Oft merken wir nicht, wann etwas zum letzten Mal passiert. Es gibt keinen Abschied, keine Ankündigung und keinen besonderen Moment. Es passiert einfach und erst Jahre später wird uns bewusst, dass genau das das letzte Mal war. Es ist mir vor zwei Tagen, während ich mein Zimmer aufgeräumt habe, aufgefallen.

Irgendwann spielen wir zum letzten Mal mit unseren Lieblingsspielzeugen – meist ohne es zu merken. (Foto: James Frid auf Pexels)

Wir alle kennen es: Irgendwann spielen wir zum letzten Mal mit einer Puppe, einem Ball oder einem Stickerbuch. Während wir das tun, ist es uns nicht bewusst, dass es kein weiteres Mal geben wird. Wir legen das Spielzeug einfach weg, beschäftigen uns mit etwas anderem und machen weiter. Erst Jahre später fällt uns auf, dass wir es nie wieder benutzt haben.

Dabei waren es oft genau diese Dinge, von denen wir uns früher nie hätten trennen können. Dinge, die uns täglich begleitet haben. Trotzdem gab es irgendwann ein letztes Mal und wir haben es nicht einmal bemerkt.

Wenn das Normale verschwindet

Vielleicht gilt das nicht nur für Spielzeug. Auch Menschen verschwinden manchmal unbemerkt aus unserem Alltag. Das letzte Gespräch mit einem Lehrer. Die letzte Busfahrt mit einem bestimmten Busfahrer. Der letzte gemeinsame Nachmittag mit einem Freund, bevor sich die Wege trennen.

Früher erschien uns der Gedanke daran schrecklich. Heute ist es einfach normal. Die Person ist nicht mehr Teil unseres Alltags, und wir haben uns daran gewöhnt. Manchmal denken wir noch daran zurück und fragen uns, wann eigentlich dieser letzte Moment war.

Vielleicht ist genau das das Besondere am Leben: Die wichtigsten Abschiede erkennen wir oft erst, wenn sie längst vorbei sind.







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