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Kein Gym, kein Problem: Wie zwei Hanteln meine Sommerferien verändern

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Volontär · HTL Bulme Deutschlandsberg
27.07.2026
2 Min.

Wenn mich heute jemand fragt, welches Hobby meine Sommerferien bestimmt hat, antworte ich: Krafttraining. Das Lustige daran ist, dass ich nie ein Fitnessstudio gebraucht habe. Alles begann mit zwei Kurzhanteln, die mich gerade einmal 30 Euro gekostet haben und mit der Entscheidung, einfach anzufangen.

Zwei Hanteln statt Fitnessstudio: Manchmal braucht es nicht mehr als Disziplin und den Mut, einfach anzufangen. (Foto: Eigenes Foto)

„In welches Gym gehst du?“ Diese Frage höre ich inzwischen ziemlich oft. Ich muss dann jedes Mal ein bisschen schmunzeln. „In gar keines“, antworte ich.

Die Reaktion ist fast immer dieselbe. Erst schauen mich die Leute verwundert an, dann kommt sofort die nächste Frage: „Echt? Und wie trainierst du dann?“ Genau so habe ich früher übrigens auch gedacht.

Der Anfang war alles andere als überzeugend

Ich wollte schon länger trainieren. Ein Fitnessstudio war aber einfach zu teuer. Also bestellte ich mir zwei Kurzhanteln. Als das Paket ankam, packte ich sie aus und dachte nur: War das wirklich eine gute Idee?

Ganz ehrlich? Ich war überzeugt, dass das niemals reichen würde. Im Internet sieht man schließlich ständig riesige Fitnessstudios, unzählige Geräte und Leute, die erzählen, welche Supplements man unbedingt braucht.

Ich hatte das Gefühl, dass ich mit meinen zwei Hanteln gar keine Chance habe. Trotzdem fing ich einfach an.

Irgendwann wurde es zur Gewohnheit

Die ersten Trainingseinheiten waren ziemlich chaotisch. Mal wusste ich nicht, welche Übung ich machen sollte, mal war ich nach zwanzig Minuten komplett fertig.

Aber jeden Abend dachte ich mir: Morgen machst du einfach weiter. Und genau das habe ich gemacht.

Mit jeder Woche fiel es mir etwas leichter. Ich konnte mehr Wiederholungen schaffen, wurde stärker und plötzlich machte mir das Training sogar richtig Spaß. Ich merkte es zwar nicht sofort, aber aus einer spontanen Idee wurde mein größtes Hobby.

Eines Tages fragte mich ein Freund ganz nebenbei: „In welches Gym gehst du eigentlich?“ Als ich sagte, dass ich nur zu Hause trainiere, schaute er mich verwundert an. „Das hätte ich echt nicht gedacht“, sagte er.

Ich weiß noch genau, wie sehr mich dieser Satz gefreut hat. Nicht, weil ich ein Kompliment wollte, sondern weil ich gemerkt habe: Die ganze Mühe hat sich gelohnt.

Was ich aus diesem Sommer mitnehme

Wenn ich heute auf die letzten Monate zurückblicke, denke ich gar nicht als Erstes an Muskeln. Ich denke daran, wie oft ich kurz davor war, das Training ausfallen zu lassen und es dann doch gemacht habe.

Ich denke daran, dass ich gelernt habe, geduldig zu sein. Und ich denke an diese zwei Hanteln, die heute einfach in der Ecke meines Zimmers liegen.

Eigentlich sehen sie ziemlich unscheinbar aus. Für mich bedeuten sie aber viel mehr als zwei Stück Metall. Sie erinnern mich jeden Tag daran, dass man nicht alles haben muss, um etwas zu erreichen. Manchmal reicht es völlig, einfach anzufangen.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Kronen Zeitung.

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