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Kanye West: Warum wir unser Konsumverhalten auch in der Musik hinterfragen sollten

"Aber sie haben auch gute Dinge getan. Wir müssen aufhören, die Nazis die ganze Zeit zu dissen. (…) Ich liebe Nazis." Diese und vergleichbare Aussagen trifft US-Rapper Kanye West immer wieder, und doch streamen Milliarden Menschen weltweit seine Musik.

 Kanye West und seine Ex-Frau Kim Kardashian
Kanye West und seine Ex-Frau Kim Kardashian. Ist er wirklich so frauenfeindlich? (Foto: Creative Commons)

Lässt sich das noch als „Meinungsfreiheit“ rechtfertigen? „Heil Hitler“, so heißt einer von Kanye Wests Tracks. In Österreich durfte er ihn aufgrund des Verbotes der Verbreitung nationalsozialistischer Symbole nie veröffentlichen.

In seinem Merch-Shop bot er aber T-Shirts mit Hakenkreuzsymbolen an und verbreitet regelmäßig Verschwörungstheorien und antisemitische Aussagen. Das hat zum Abbruch der Zusammenarbeit mit Marken wie Balenciaga oder Adidas geführt.

Die Bühne als Machtinstrument gegen Frauen

Auch weiblich gelesenen Personen gegenüber verhält sich West respektlos. Der Musiker unterbricht sie nicht nur, sondern spricht ihnen ihren Erfolg ab und reduziert Frauen oft auf Körper, Sexualität oder Geld. Auch demütigte er Ye, seine Ex-Frau, nach der Trennung öffentlich, indem er private Chats publik machte oder in einem Musik-Video zeigt, wie eine Figur, die ihrem damaligen Freund Pete Davidson ähnelt, brutal entführt und getötet wird.

Warum er nicht mehr in meiner Playlist vertreten ist

All diese und weitere Werte vertrete ich nicht und genau deshalb möchte ich Kanye West nicht durch das Hören seiner Musik unterstützen. Es irritiert mich, wie viele Menschen seine Songs weiterhin konsumieren, obwohl sie die Sachen, die er macht, abstoßend finden. Jeder Einzelne macht einen Unterschied, deshalb hinterfragt euer Konsumverhalten auch in Richtung Musik.


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