Es war ein Verkehrsunfall auf einer Landstraße in Großgmain, den ich nicht vergessen kann. Ein PKW war von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Als wir eintrafen, befand sich noch eine Person im Fahrzeug.
Zuerst sicherten wir die Unfallstelle ab und stellten den Brandschutz her. Danach unterstützten wir den Rettungsdienst bei der technischen Rettung. Mit hydraulischem Gerät arbeiteten wir Schritt für Schritt, immer konzentriert und ruhig, denn jeder Handgriff musste sitzen. Wir wollten die eingeklemmte Person möglichst schonend aus dem Fahrzeug zu befreien. Nachdem sie an den Rettungsdienst übergeben worden war, kümmerten wir uns um die Bergung des Fahrzeugs und die Reinigung der Fahrbahn. Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, wie angespannt dieser Einsatz gewesen war und wie wichtig unsere Arbeit in solchen Momenten ist.
Rasches Handeln
Der Alarm wartet nicht, bis es passt. Er kommt beim Lernen, beim Essen oder mitten in der Nacht. Dann heißt es: alles stehen und liegen lassen und ab ins Feuerwehrhaus. Jacke an, Helm auf, ein kurzer Blick in die Runde. Jeder weiß, was zu tun ist. Ob Brandeinsatz, Verkehrsunfall oder Unwetterschaden: Wir rücken aus, weil Hilfe gebraucht wird.
Zur Freiwilligen Feuerwehr Großgmain bin ich schon früh gekommen. In der Jugendfeuerwehr habe ich gelernt, wie man richtig löscht, Geräte bedient und Erste Hilfe leistet. Vor allem aber habe ich gelernt, was Kameradschaft bedeutet. Man ist nie allein, man kann sich aufeinander verlassen – im Einsatz genauso wie danach.
Zwischen Schule, Ausbildung und Einsatz
Schule, Ausbildung oder Arbeit und Feuerwehr unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach. Nach einem nächtlichen Einsatz sitzt man am nächsten Tag trotzdem wieder im Klassenzimmer oder im Betrieb. Das kostet Energie, aber es lohnt sich. Denn das Wissen, jemandem geholfen zu haben, gibt sehr viel zurück.
Mehr als nur ein Hobby
Für mich ist die Feuerwehr mehr als nur ein Hobby. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und auch in stressigen Situationen ruhig zu bleiben. Einsätze zeigen einem, wie schnell sich das Leben verändern kann und wie wichtig es ist, füreinander da zu sein.
Die Freiwillige Feuerwehr Großgmain lebt vom Ehrenamt. Ohne freiwillige Helferinnen und Helfer würde vieles nicht funktionieren. Ich bin stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein und meinen Beitrag zur Sicherheit in unserer Gemeinde zu leisten. Wenn der Alarm geht, weiß ich, warum ich das mache.
Kommentare