Drei Wochen ohne Smartphone und das Ergebnis überraschte viele von uns: Wir fühlten uns weniger gestresst, hatten plötzlich mehr Freizeit und verbrachten Pausen miteinander statt auf dem Bildschirm. Einige löschten nach dem Projekt sogar dauerhaft Apps wie TikTok oder Instagram. Wer hinter dem Projekt steht? Na wir natürlich!
Mehr Zeit, mehr Aufmerksamkeit
Wir, eine 6a-Klasse vom BORG Birkfeld, haben vom 7. bis zum 28. Oktober 2025 ein dreiwöchiges Projekt zum Thema Handy- und Social-Media-Verzicht durchgeführt, und das Ergebnis war überraschend. Schon nach den ersten Tagen merkten wir, wie viel Zeit und Aufmerksamkeit wir täglich an unsere Smartphones verloren hatten.
Plötzlich hatten wir mehr Ruhe, konnten uns besser auf Musik, Lesen oder einfach auf Spaziergänge an der frischen Luft konzentrieren. Auch das Lernen und die Schule fühlten sich weniger stressig an, weil wir nicht ständig Nachrichten oder Benachrichtigungen checken mussten. In den Pausen griffen wir nicht automatisch zum Handy, sondern unterhielten uns, spielten miteinander oder vertieften uns in ein Buch. Auf Exkursionen entstanden lange Gespräche und viel gemeinsames Lachen – ganz ohne Handy.
Inspiriert vom ORF
Das Projekt entstand aus unserer eigenen Idee. Inspiriert von einer ORF-Dokumentation über eine Schule in Niederösterreich sprachen wir unsere Lehrpersonen darauf an, ein ähnliches Experiment umzusetzen. Gemeinsam mit einigen Mitschülerinnen aus der 6b beschlossen wir, entweder komplett auf unser Handy zu verzichten oder nur auf bestimmte Apps wie TikTok, Instagram oder Spiele. Manche von uns löschten alle entsprechenden Apps, andere besorgten sich ein einfaches Tastenhandy und nutzten zusätzlich Geräte wie iPods zum Musikhören.
Natürlich war es nicht immer einfach. Besonders knifflig wurde es, wenn kurzfristige Änderungen in Vereinen oder beim Unterricht nicht übermittelt werden konnten oder wenn wir unterwegs schnell Informationen oder Fahrpläne nachschlagen wollten. Es wurde uns deutlich, wie sehr Smartphones inzwischen unseren Alltag bestimmen und dass sie kaum vollständig zu ersetzen sind.
Viele freuten sich aber auch aufs Handy
Am Ende der drei Wochen waren die meisten von uns froh, das Handy wieder uneingeschränkt nutzen zu dürfen. Trotzdem haben wir einiges aus dem Projekt mitgenommen. Einige haben Apps wie TikTok oder Instagram dauerhaft gelöscht oder sich fest vorgenommen, künftig bewusster mit der Zeit am Handy umzugehen. Rückblickend empfanden wir alle die Erfahrung als wertvoll.
Sie hat uns gezeigt, wie viel einfacher und entspannter das Leben sein kann, wenn man bewusst Pausen von digitalen Medien einlegt und manche von uns können sich sogar vorstellen, so ein Handyprojekt in Zukunft wieder einmal zu machen.
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