Ich habe irgendwann bemerkt, Klimaschutz beginnt nicht erst mit einer großen Aktion. Bei mir fing es damit an, dass ich öfter das Fahrrad benutzt habe. Zuerst aus Bequemlichkeit, später bewusst. Nach einer Weile machten zwei Freunde mit, weil wir merkten, dass es Spaß macht und wir dabei etwas Gutes tun. Nicht nur für uns, sondern auch für die Umwelt. Dann kam Secondhand. Anfangs dachte ich, das sei peinlich, inzwischen freuen wir uns, wenn wir etwas Cooles finden. Ich glaube, solche kleinen Schritte sind genau das, was am Ende zählt.
Engagement
Trotzdem reicht der Alltag allein nicht aus. Mir wurde erst klar, wie viel wir bewirken können, als wir in der Schule ein Nachhaltigkeitsprojekt umsetzten. Einige Plakate, gute Argumente und plötzlich beschloss die Schulleitung einen Energiesparplan. Das zeigte mir, politisches Engagement muss nicht groß anfangen. Ob in der Schülervertretung, bei Jugendforen oder durch klare Ansagen, wenn wir uns einmischen, bewegt sich etwas.
Praxis statt Theorie in der Schule
In der Schule wünsche ich mir mehr echtes Leben statt nur Tabellen im Buch. Einmal haben wir den Energieverbrauch unserer Schule gemessen und festgestellt, wie viel unnötig verpufft. Das brachte uns mehr als zehn Seiten Theorie. Oder der Workshop, in dem wir alte Sachen wiederverwerten sollten. Zuerst dachte ich, es werde langweilig, am Ende machte die halbe Klasse mit. Solche Projekte zeigen, Klimaschutz ist nicht nur ein Problem, sondern auch eine Chance. Wenn Lehrer uns mitdenken und nicht nur mitschreiben lassen, entsteht echte Motivation, und genau die brauchen wir.
Kommentare