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Joggen ohne Plan: Wo der Weg mich hinführt

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Volontärin · HLM HLW Krems
01.07.2026
2 Min.

Ohne festen Plan loslaufen und erst unterwegs entscheiden, welcher Weg der richtige ist. Genau diese Freiheit macht das Laufen in der Natur für mich zu meinem liebsten Sommerhobby.

Neue Wege statt fester Routen. Beim Laufen durch die Natur geht es für mich vor allem ums Entdecken. (Foto: Privat)

Das Schönste am Sommer ist für mich, dass ich endlich genug Zeit habe, einfach loszulaufen. Am liebsten gehe ich am Abend, wenn es langsam kühler wird und die Sonne untergeht. Während der Himmel immer dunkler wird, merke ich, wie auch der Verkehr nach und nach ruhiger wird. Genau dann fühlt sich alles entspannter an. Ich ziehe meine Laufschuhe an, ohne Zeitdruck und meistens ohne festen Plan.

Vor allem Wälder ziehen mich immer wieder an. Das war nicht immer so. Vor einiger Zeit bin ich zufällig auf einen Wald gestoßen, von dem ich gar nicht wusste, dass es ihn gibt. Seitdem suche ich bewusst nach neuen Wäldern und Wegen, die ich noch nicht kenne. Genau dieses Entdecken macht das Laufen für mich so besonders.

Waldwege und Lichtungen

Manchmal suche ich mir schon zu Hause eine Route aus, die ich noch nie gelaufen bin. Oft entscheide ich aber nur, wohin ich fahren möchte, und lasse alles andere offen. Erst wenn ich dort bin, schaue ich, welche Wege es gibt und welcher mich gerade am meisten anspricht. Ich finde es schön, nicht immer alles im Voraus zu planen. So entdecke ich immer wieder kleine Waldwege, Lichtungen oder Plätze, an denen ich sonst wahrscheinlich nie vorbeigekommen wäre.

Sobald ich loslaufe, verändert sich etwas. Im Wald ist es ruhig. Ich höre die Vögel, das Rascheln der Blätter und manchmal nur meine eigenen Schritte. Einmal stand plötzlich ein junges Reh ein paar Meter von mir entfernt. Es hat mich kurz angesehen und ist dann zwischen den Bäumen verschwunden. An diesen Moment denke ich heute noch, weil ich so etwas vorher noch nie erlebt hatte.

An manchen Tagen ist es zäh

Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich mich frage, warum ich überhaupt losgelaufen bin. Wenn es bergauf geht oder die Beine schwer werden, könnte ich genauso gut umdrehen. Trotzdem mache ich weiter. Fast jedes Mal merke ich danach, dass es die richtige Entscheidung war.

Für mich bedeutet Laufen viel mehr als Bewegung. Es gibt mir die Möglichkeit, den Kopf freizubekommen und gleichzeitig neue Orte kennenzulernen. Besonders in den Sommerferien nehme ich mir bewusst Zeit dafür. Jeder Lauf ist ein bisschen anders und genau deshalb wird es für mich nie langweilig.

Am Ende komme ich zwar meistens müde nach Hause, aber auch mit dem Gefühl, etwas erlebt zu haben. Manchmal ist es nur ein neuer Waldweg, manchmal eine schöne Aussicht und manchmal eine Begegnung, mit der ich gar nicht gerechnet habe. Genau diese kleinen Momente sind der Grund, warum das Laufen für mich mein liebstes Hobby im Sommer ist.




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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Kronen Zeitung.

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