Wir, die Gen Z, gelten als die bisher unseriöseste Generation, die es im Internet je gab. Wir sind die, die auf X diskutieren, aber dann mit Memes antworten, die unnötige TikTok-Videos posten, so als wäre TikTok ein Tagebuch, und die in Situationen Lachflashs haben, wo Ernst angebracht wäre. Doch könnten gerade wir es sein, die diese Welt verändern?
Die Gen Z scheint politisch tatsächlich interessiert zu sein, aber indirekt. Wir sind mit Krisen sozusagen aufgewachsen. Mit Pandemien, Kriegen und Inflation. Unser Interesse an Politik ist deshalb hoch, aber unkonventionell und bleibt deshalb manchmal unbemerkt. Wir leben es aus, indem wir Mainstream-Marken boykottieren oder auf TikTok Dinge posten, mit denen wir die Öffentlichkeit auf Missstände aufmerksam machen wollen.
Die Mehrheit hält die Gen Z dennoch für „politikmüde“, einfach deshalb, weil sie die Jugend nicht ernst nimmt. Klar ist aber auch: Wir sind interessiert, wenn etwas wichtig ist, wenn es zum Beispiel in einem Bereich an Fairness fehlt. In Wirklichkeit kümmert sich die Gen Z mehr um Politik und die echten Probleme in der Welt als die Politiker.
Nachdenken über die Zukunft
Bewegungen wie Fridays for Future, Black Lives Matter oder LGBTQIA+ Awareness zeigen, dass wir auch über unsere Zukunft nachdenken. Auch die Meme-Kultur und virale Trends sind dabei nicht nur Unterhaltungsformen, sondern Mittel, um politische Botschaften auf kreative Weise zu vermitteln.
Die Gen Z hat also durchaus das Potenzial, die Zukunft zu verändern. Trotz Kritik, Erschöpfung und Widerständen hat diese Generation bisher nicht aufgegeben , und genau darin liegt ihre Stärke.
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