Zwischen Rauch und Worten

Viele scheinen zu lachen, aber das Lachen ist nicht echt (Foto: shutterstock)


In der Pause steh ich allein,

der Hof ist laut, doch ich bin klein.

Worte fliegen wie kalter Regen,

sie treffen mich, bleiben kleben.

„Schau ihn an“, ein Lachen, hart,

jeder Tag ein neuer Start

in einen Kampf, den keiner sieht,

weil wir still leiden und nichts geschieht.

Der Rauch in meiner Hand zieht hoch,

ein grauer Trost, der leise kroch.

Er brennt im Hals, macht kurz mich frei,

als wär der Schmerz für Sekunden vorbei.

Doch mit jedem Zug wird klarer mir,

der Rauch vertreibt nicht das „Warum“ hier.

Er füllt nur Lücken, macht mich leer,

das Atmen fällt mir immer schwer.

Mobbing hinterlässt Narben im Herz,

Rauchen verspricht Ruhe, bringt neuen Schmerz.

Zwei Schatten, die sich leise vereinen,

doch keiner von beiden lässt mich heilen.

Vielleicht braucht es kein Gift, kein Versteck,

sondern eine Stimme, einen Weg zurück.

Denn stärker als Rauch und Worte aus Stein

kann Hoffnung sein — ganz klein, ganz rein.


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