Immer unter Strom – wann schalten wir eigentlich ab?

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04.10.2026
3 Min.

Schule, Prüfungen, Hausaufgaben, Freundschaften und ständig das Handy in der Hand – für viele Jugendliche gehört Stress ganz selbstverständlich zum Alltag. Doch was hilft wirklich dabei, abzuschalten? Ich habe mich damit beschäftigt, wie Jugendliche ihre Freizeit verbringen, was ihnen nach einem schlechten Tag guttut und ob weniger Handyzeit tatsächlich einen Unterschied macht.

Schulstress kann schnell überwältigend werden. (Foto: Maya)

Schule, Prüfungen, Hausaufgaben, Freundschaften, Familie und Social Media – im Alltag von Jugendlichen kommt einiges zusammen.

Oft bleibt deshalb gar nicht so viel Zeit, in der man wirklich abschalten kann. Ich habe mich deshalb gefragt, was Jugendlichen nach einem stressigen Tag wirklich guttut und wie wichtig Freizeit für das eigene Wohlbefinden ist.

Was hilft Jugendlichen beim Abschalten?

Für diesen Artikel habe ich mir angeschaut, wie unterschiedlich Jugendliche mit Stress umgehen.

Die 15-jährige Lea erzählt: „Wenn ich einen richtig schlechten Tag hatte, gehe ich meistens mit Kopfhörern eine Runde spazieren. Manchmal laufe ich extra einen Umweg, damit ich noch ein paar Lieder länger hören kann.“

Der 16-jährige David schaltet dagegen lieber beim Sport ab: „Beim Fußball denke ich irgendwann gar nicht mehr an Schule. Nach dem Training bin ich zwar komplett fertig, aber dafür ist mein Kopf wieder frei.“

Auch Gespräche mit Freunden können helfen. Die 15-jährige Mia sagt: „Wenn mich etwas richtig nervt, schicke ich meiner besten Freundin oft eine viel zu lange Sprachnachricht. Danach fühlt sich das Problem meistens schon kleiner an.“

Daran sieht man, dass nicht jeder auf die gleiche Weise abschaltet. Manche brauchen Bewegung, andere Ruhe, Musik oder Menschen, mit denen sie reden können.

Wenn aus fünf Minuten plötzlich eine Stunde wird

Auch das Handy spielt dabei eine große Rolle.

Oft möchte man nur kurz auf TikTok oder Instagram schauen und merkt später, dass viel mehr Zeit vergangen ist. Gerade wenn man eigentlich entspannen möchte, verbringt man dadurch manchmal noch mehr Zeit vor einem Bildschirm.

Deshalb habe ich mir für einen Selbstversuch vorgenommen, eine Woche lang eine Stunde vor dem Schlafengehen nicht mehr auf mein Handy zu schauen.

Mein Selbstversuch ohne Handy am Abend

Am Anfang war das ungewohnt, weil ich automatisch nach meinem Handy greifen wollte.

Teilweise hatte ich es schon in der Hand, obwohl ich eigentlich gar nichts Bestimmtes nachschauen wollte. Erst da ist mir aufgefallen, wie selbstverständlich das Handy im Alltag geworden ist.

Nach ein paar Tagen wurde es aber leichter. Stattdessen habe ich Musik gehört, gelesen oder meine Sachen für den nächsten Tag vorbereitet.

Ohne Handy war der Abend insgesamt ruhiger. Ich hatte außerdem das Gefühl, plötzlich mehr Zeit zu haben, obwohl sich an der Länge des Abends natürlich nichts geändert hatte.

Ist Langeweile wirklich so schlimm?

Bei meinem Selbstversuch ist mir auch aufgefallen, wie oft man das Handy eigentlich nur aus Langeweile benutzt.

Dabei muss Langeweile nicht immer etwas Schlechtes sein. Wenn man nicht jede freie Minute mit Social Media füllt, kann man seine Gedanken einfach einmal schweifen lassen.

Auch Freunde, Familie und Hobbys können dabei helfen, Stress loszulassen. Wichtig ist aber, dass die Freizeit nicht selbst wieder zu Druck wird.

Wer zum Beispiel bei jedem Hobby das Gefühl hat, besonders gut sein oder etwas leisten zu müssen, kann sich dabei wahrscheinlich schlechter entspannen.

Fazit

Für mich zeigt das Thema, dass es nicht die eine perfekte Methode zum Abschalten gibt.

Sport, Musik, Freunde, ein Spaziergang oder einfach Ruhe können helfen. Jeder muss selbst herausfinden, was ihm nach einem stressigen Tag guttut.

Besonders wichtig finde ich, bewusst Pausen zu machen und nicht ständig erreichbar zu sein.

Mein Selbstversuch hat mir gezeigt, dass manchmal schon etwas Einfaches hilft: das Handy wegzulegen, zur Ruhe zu kommen und für eine Weile nichts leisten zu müssen.



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